Berlin

1100 Polizisten sollen schnell befördert werden

Der rot-rot-grüne Senat macht seine Ankündigungen wahr und investiert weiter in die Berliner Polizei. Allein im ersten Quartal 2018 werden 1100 Polizisten befördert. Das teilte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwoch mit. "Wir beginnen jetzt nach langen Jahren des Wartens endlich damit, den Beförderungsstau im Polizeivollzugsdienst abzubauen", sagte der Politiker.

Mit dem kürzlich verabschiedeten Doppelhaushalt 2018/2019 werden also neben der Schaffung von 802 zusätzlichen Polizeistellen auch zahlreiche Beamte befördert. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2021 fast 2000 Stellen bei der Polizei angehoben werden, teilte Geisel mit. Dafür stünden rund 20 Millionen Euro bereit. "Viele der Beamtinnen und Beamten warten deutlich länger als zehn Jahre auf eine Beförderung. Das ist eindeutig zu lange und widerspricht meiner Vorstellung von Wertschätzung für die geleistete Arbeit", sagte Geisel. Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP), zeigte sich begeistert: Lange hätte die Gewerkschaft darauf gedrängt, mehr Polizisten zu befördern. Bei Geisels Vorgänger, dem ehemaligen Innensenator Frank Henkel (CDU), sei man aber auf taube Ohren gestoßen. "Das ist jetzt ein Riesenzeichen an die Kollegen", sagte Jendro. Teilweise hätten Beamte 15 oder 20 Jahre auf Beförderungen warten müssen. "Senator Geisel hatte uns das im vergangenen Jahr versprochen, und wir sind froh, dass er Wort gehalten hat", sagte der Gewerkschafts-Sprecher.

Die gute Konjunktur und stark gestiegene Steuereinnahmen haben möglich gemacht, dass der Senat im neuen Doppeletat mehr Geld für Polizei und Feuerwehr einplanen konnte. So werden in den kommenden beiden Jahren über 50 Millionen Euro in neues Personal bei Polizei, Feuerwehr und Verfassungsschutz investiert. Jeweils 40 Millionen Euro sollen im Doppelhaushalt für neue Einsatztrainingszentren und Schießstände der Polizei sowie für eine bessere Schutzausstattung der Beamten ausgegeben werden.

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