Ermittlungen

Attentäter Amri hatte offenbar noch andere Orte im Visier

Der Breitscheidtplatz war wohl kein zwingendes Ziel für Anis Amri. Kurz vor dem Anschlag war der Berlin-Attentäter am Alexanderplatz.

TV-Doku zeigt Chronik des Versagens im Fall Anis Amri

Ein ARD-Film von Berliner Morgenpost und RBB am Montag zeigt, wie es zum Breitscheidplatz-Anschlag kam.

TV-Doku zeigt Chronik des Versagens im Fall Anis Amri

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Berlin.  Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hatte möglicherweise noch andere Anschlagsziele in Berlin im Visier. Amri habe neben dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz auch den Alexanderplatz und den Lustgarten am Berliner Dom ausgekundschaftet, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Akten der ermittelnden Bundesanwaltschaft und des Bundeskriminalamts (BKA).

Demnach hat Amri vier Mal den Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz inspiziert – das letzte Mal nur wenige Stunden vor dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Auf Amris Handy fanden die Ermittler außerdem Selfies vom Attentäter im Lustgarten vor dem Berliner Dom.

Platz vor dem Dom ähnlich sensibel

Der RND schreibt unter Berufung auf die Akten weiter, dass die Ermittler zu dem Schluss kämen, dass der stark frequentierte Bereich vor der Kirche als mögliches Anschlagsziel ein ähnliches Profil wie der Breitscheidplatz und der Alexanderplatz aufweist.

Der Fall Anis Amri -- Chronik eines Terroranschlags

Anis Amri: Eine Video-Chronik des bislang schwersten islamistischen Terrorangriffs in Deutschlands.
Der Fall Anis Amri -- Chronik eines Terroranschlags

Am 19. Dezember 2016 war Amri war mit einem gestohlenen Laster in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Bei dem bislang schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland waren zwölf Menschen getötet und annähernd 100 Menschen verletzt worden. Amri wurde einige Tage später auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen. (dpa)