Handel

Gewerkschaft klagt gegen Ladenöffnung an Sonntagen

Passanten gehen durch ein Einkaufszentrum.

Passanten gehen durch ein Einkaufszentrum.

Foto: dpa

Berlin. Verdi will die verkaufsoffenen Sonntage in Berlin gerichtlich stoppen. Die Gewerkschaft hat Klagen gegen die bislang festgelegten drei Termine 2018 beim Verwaltungsgericht eingereicht, wie Sprecher Andreas Splanemann am Donnerstag sagte. Er bestätigte damit Medienberichte. Der Senat hatte dem Handel kürzlich freigestellt die Läden am 28. Januar, am 18. Februar und am 11. März zu öffnen. Anlässe sind die Grüne Woche und das Sechstagerennen im Januar sowie anschließend die Berlinale und die Internationale Tourismusbörse.

Verdi bezweifelt, dass die Anlässe eine Sonntagsöffnung rechtfertigen. "Warum sollen wegen einer Landwirtschaftsmesse am Funkturm stadtweit Elektronik- und Möbelmärkte öffnen?", sagte Splanemann. Der Eilantrag wurde demnach schon Ende November eingereicht.

Berlin hat im Bundesvergleich das liberalste Ladenöffnungsgesetz. Einzelhändler dürfen ihre Geschäfte an bis zu zehn Sonntagen im Jahr öffnen. Acht verkaufsoffene Sonntag legt der Senat zentral fest, zwei weitere dürfen die Bezirke ausrufen. Von Montag bis Samstag gibt es keine Einschränkungen.

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