Bahnknoten

Am Ostkreuz kann wieder nach Süden abgebogen werden

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Thomas Fülling
Baustelle Ostkreuz: Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden noch mehr Züge an Deutschlands verkehrsreichster Station

Baustelle Ostkreuz: Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden noch mehr Züge an Deutschlands verkehrsreichster Station

Foto: euroluftbild.de/Robert Grahn / euroluftbild/FUNKE Foto Service

Mit mehreren Probefahrten ist am Sonntag die neue Südkurve erfolgreich in Betrieb genommen worden.

Berlin/Schönefeld. Das Ostkreuz gewinnt weiter an Konturen. An dem wichtigen Bahnknoten im Berliner Osten ist am Sonntag mit mehreren Probefahrten die neue Südkurve erfolgreich in Betrieb genommen worden. Die komplett neu errichtete Brückenkonstruktion ermöglicht es der S-Bahn, ihre Züge von der Stadtbahn wieder auf den Ring in Richtung Süden „abbiegen“ zu lassen.

Profitieren davon werden vor allem Fahrgäste, die aus der Innenstadt etwa zum Wissenschaftsstandort Adlershof oder zum Flughafen Schönefeld und zurück wollen. Sie können ab dem Fahrplanwechsel im Dezember dann direkt und ohne Umsteigen dorthin fahren. Das spart etwa Reisenden vom Bahnhof Zoo nach Schönefeld zwar nur zwei Minuten Zeit, erhöht aber die Bequemlichkeit.

Die S9 bekommt dafür eine neue Linienführung: Ab 10. Dezember verkehren die Züge dann nicht mehr von Pankow, sondern ab Spandau über die Stadtbahn zum Bahnhof Flughafen Schönefeld. Die Züge fahren wie bisher nur im 20-Minuten-Takt. Alternativ kann für die An- und Abreise zum Flughafen auch die Linie S45 (ab Bundesplatz über die südliche Ringbahn) oder die Regionalzüge der Linien RE7 und RB14 genutzt werden. Letztere werden wie berichtet ab 10. Dezember gleichfalls am Bahnhof Ostkreuz halten.

Der wegen seines baulichen Zustands lange Zeit auch als „Rostkreuz“ verspottete Bahnknoten wird seit 2006 modernisiert und umgebaut. Im Zuge der Arbeiten waren auch die beiden alten Verbindungskurven zum Ring sowie die dazugehörigen Bahnsteige abgerissen worden.

Während die Südkurve nun wieder in Betrieb geht (allerdings ohne den früheren Bahnsteig am Ostkreuz), wurde von der Bahn auf einen Wiederaufbau der Nordkurve verzichtet. Dadurch wurde allerdings auch Platz gewonnen etwa für ein neues Bahnhofsvorfeld. Dort soll auch der Anschluss an ein weiteres öffentliches Verkehrsmittel, die Straßenbahn, hergestellt werden. Das Projekt steht seit Jahren beim Senat ganz oben, bislang ist allerdings noch völlig offen, wann die Strecke eröffnet wird.

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