Mahnmal

Schrottbusse stehen ab Sonnabend vor dem Brandenburger Tor

In Dresden sorgte die Skulptur für Aufsehen, nun kommen die drei senkrecht auf dem Heck stehenden Busse nach Berlin.

Die  Skulptur „Monument“ des syrischen Künstlers Manaf Halbouni in Dresden

Die Skulptur „Monument“ des syrischen Künstlers Manaf Halbouni in Dresden

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Berlin. Das aus drei senkrecht auf den Hecks stehenden Schrott-Bussen bestehende Friedensmahnmal des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni steht ab Sonnabend für zwei Wochen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Das umstrittene „Monument“ ist eines der zentralen Werke des 3. Berliner Herbstsalons des Maxim Gorki Theaters, wie das Kunsthaus Dresden als Eigentümer des Mahnmals gegen Krieg und Terror am Mittwoch mitteilte. Die Aufstellung der Skulptur führe die an der Frauenkirche begonnene Debatte zu Grundprinzipien der Demokratie und Kultur an einem anderen historischen Ort fort.

„Monument“ erinnert an zum Schutz vor Heckenschützen aufgestellte Busse und den weiter anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien. Bewohner einer Straße in der zerstörten Stadt Aleppo hatten sich dahinter in Sicherheit gebracht. Im Frühjahr hatte es zwei Monate vor der Frauenkirche gestanden und eine heftige Kontroverse in Dresden ausgelöst. Schon bei der Einweihung gab es Tumulte und Störungen durch Anhänger der fremdenfeindlichen Pegida, im Internet folgten massive Angriffe auf Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) - bis zu Mordaufrufen.

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