Berlin

Grüne Radwege für Berlin: Test in Neukölln ab 2018

Fahrradwege in Berlin werden künftig grün angestrichen. Wie die Senatsverkehrsverwaltung am Dienstag mitteilte, soll die optische Abgrenzung zur Fahrbahn die Sicherheit erhöhen. Zudem werden die Radwege dort, wo es baulich möglich ist, mittels 90 Zentimeter hoher Poller und einer einen Meter breiten Sperrfläche vor vorbeifahrenden Autos geschützt. Laut Verwaltung ist Berlin damit die erste Kommune, die geschützte Radstreifen einführt. Im kommenden Jahr soll das Vorhaben auf einem gut einen Kilometer langen Abschnitt zwischen Neukölln und Kreuzberg getestet werden – entlang der Hasenheide zwischen Südstern und Wissmannstraße auf der südlichen Seite. Da dort statt eines Radweges bislang eine Parkspur verläuft, werden Parkplätze wegfallen. An Kreuzungen oder Bushaltestellen wird der Radweg unterbrochen. Laut dem neuen Mobilitätsgesetz, das zurzeit noch auf seine Verabschiedung wartet, sollen Radfahrer in Berlin Priorität bekommen. Etwa durch ausreichend breite Radwege an allen Hauptstraßen, 100 Kilometer Radschnellwege und 100.000 neue Abstellmöglichkeiten. Bereits vorhandene Wege sollen ebenfalls einen grünen Belag erhalten. Ziel ist die sogenannte Vision Zero: keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr.

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