Nach Air-Berlin-Pleite

Cockpit kippt Vereinbarung mit Eurowings zu Piloten-Übergang

Die Vereinigung Cockpit kippt die bereits mit Eurowings getroffene Vereinbarung zu den Einstellungsbedingungen.

Maschinen von Eurowings und Air Berlin am Flughafen Schönefeld

Maschinen von Eurowings und Air Berlin am Flughafen Schönefeld

Foto: Bernd Settnik / dpa

Berlin. Für die Piloten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin gibt es nun doch keinen geregelten Übergang zur Lufthansa-Tochter Eurowings. Der Vorstand der Vereinigung Cockpit hat die bereits mit dem Unternehmen getroffene Vereinbarung zu den Einstellungsbedingungen gekippt, wie die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mitteilte.

„Es darf nicht sein, dass ein Fast-Monopolist im deutschen Pilotenmarkt, wie die zum Lufthansa Konzern gehörende Eurowings, ihre Position eiskalt ausnutzt, um einen Betriebsübergang zu umgehen“, sagte Vorstandsmitglied Jörg Handwerg zur Begründung. Eurowings verlangt, dass sich Air-Berlin-Beschäftigte neu bewerben.

Mit der VC hatte Eurowings vor wenigen Tagen vorläufig vereinbart, dass die Piloten bei der deutschen Tochtergesellschaft in Düsseldorf zu hiesigen Tarifbedingungen anfangen sollten. Zuvor waren die Jobs bei der Eurowings Europe in Wien geplant.

Ähnliche Tarifverträge hatten bereits die Gewerkschaften Verdi und Ufo für das Kabinenpersonal unterzeichnet. Die Verträge regeln nur die Standards bei individuellen Einstellungen und sind nicht mit einem regulären Betriebsübergang zu verwechseln. Die Lufthansa-Tochter sucht aktuell rund 400 Piloten. Die VC hat den Air-Berlin-Piloten davon abgeraten, sich einzeln bei Eurowings zu bewerben.

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