Berlin

Thälmannpark: Gewobag baut nur 120 Wohnungen

Das von den Bezirksverordneten in Pankow per Beschluss gestoppte Bauvorhaben auf dem Güterbahnhof Greifswalder Straße am Thälmannpark bedeute nicht nur den Verlust von 300 Wohnungen. „Tatsächlich verzichtet Berlin damit sogar auf den Bau von rund 470 Wohnungen“, stellt Christian Gérôme, Eigentümer des Grundstücks, klar. Der Investor macht darauf aufmerksam, dass es zwar richtig sei, dass das von der landeseigenen Gewobag auf den Parkplätzen an der Lilli-Henoch-Straße geplante Bauvorhaben von dem seit Jahren schwelenden Streit über die Nachnutzung des Güterbahnhofs nicht betroffen sei. Allerdings entstünden dort lediglich 120 mietpreisgebundene Wohnungen. „Auf unserem Grundstück sollten weitere 117 mietpreisgebundene Wohnungen für die Gewobag entstehen, die nun verhindert werden“, betont Gérôme.

Wie berichtet hofft Gérôme darauf, dass Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) das Verfahren an sich zieht und so dafür sorgt, dass sein Wohnungsbauprojekt doch noch zustande kommt. „Nach dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung ist bereits fest vereinbart gewesen, dass 25 Prozent der geplanten 470 Wohnungen für die Gewobag errichtet werden“, sagte der Investor. Dort hätten dann Berliner mit Wohnberechtigungsschein (WBS) einziehen können.

„Es ist doch absolut unverständlich, dass hier Wohnraum für 2000 Menschen einfach blockiert wird“, so der verhinderte Bauherr. Zwar wehre sich eine Anwohnerinitiative gegen die Bebauung am Thälmannpark. „Vielleicht sollte man aber auch mal die Menschen in Prenzlauer Berg befragen, die händeringend eine Wohnung für ihre Familie suchen“, fordert er.