Berlin

Im Südwesten steigt die Zahl der Raddiebstähle

Die Zahl der Diebstähle von Fahrrädern an den S-Bahnhöfen Lichterfelde-Ost, Botanischer Garten und Zehlendorf im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist 2016 gestiegen. Bei der Polizei wurden dort insgesamt 391 Anzeigen registriert, das sind 57 mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus der Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Abgeordneten Cornelia Seibeld hervor. Die Politikerin hat ihren Wahlkreis in Steglitz-Zehlendorf.

Nach Angaben des Senats, die am Wochenende veröffentlicht wurden, verschwinden besonders viele Räder am S-Bahnhof Zehlendorf. Dort wurden 2016 im Umkreis von 250 Metern 255 Diebstähle registriert. Im Vorjahr waren es 210. Rund um den S-Bahnhof Lichterfelde-Ost meldeten 98 Besitzer ihre Räder als gestohlen (Vorjahr: ebenfalls 98) und am S-Bahnhof Botanischer Garten 38 (Vorjahr: 26). Vergleichszahlen von anderen Berliner S-Bahnhöfen waren nicht Bestandteil der Anfrage.

Nur 3,5 Prozent der Fällein Berlin wurden aufgeklärt

Die Innenverwaltung teilte weiter mit, dass laut polizeilicher Kriminalstatistik im Jahr 2016 nur 3,5 Prozent der Fahrraddiebstähle in der Hauptstadt aufgeklärt wurden. Damit sank die Quote seit 2013 (vier Prozent) in den vergangenen Jahren kontinuierlich.

Zumindest einzelne Fälle, so heißt es, ließen den Rückschluss auf „bandenmäßigen, auch grenzüberschreitend organisierten Fahrraddiebstahl“ zu. Entwendete Räder würden auf diversen Internetplattformen, aber auch auf Flohmärkten sowie in An- und Verkaufsgeschäften veräußert. Diebesgut sei aber auch in anderen EU-Ländern aufgetaucht. Bei der Prävention setzt die Polizei unter anderem auf die von ihr angebotene Fahrradcodierung, die Besitzer sensibilisieren, Täter abschrecken und die Identifizierung entwendeter Räder erleichtern soll. Eine Videoüberwachung von Schwerpunktorten werde es jedoch nicht geben.