Berlin

Wohnungsnot: Studenten fordern Notunterkünfte

Es muss umgehend gehandelt werden, findet die LandesAstenKoferenz (LAK): Am Montag forderte der Zusammenschluss der Studentenvertretungen in Berlin den Senat auf, kurzfristige Notunterkünfte für Studenten einzurichten. Die Unterkünfte sollten zum nun beginnenden Wintersemester geschaffen werden und fortlaufend bestehen bleiben, hieß es in einer Erklärung.

Annika Dierks vom Referat für Hochschulpolitik des Allgemeinen Studierendenausschusses der Freien Universität beschreibt die Forderung als "absolute Notlösung und keinen wünschenswerten Zustand". Der Senat soll die Notunterkünfte finanzieren, das Studierendenwerk wäre bereit, sich um Organisation und Bewirtschaftung zu kümmern. Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, meinte dazu auf Anfrage, es müsse geprüft werden, "ob der aktuelle Vorschlag der LandesAstenKonferenz und des Studierendenwerks realistisch" sei und "welche Kapazitäten kurzfristig zur Verfügung gestellt werden können".

Schon 2014 hatten die Studentenvertretungen auf das Problem der studentischen Wohnungsnot hingewiesen und die unzureichenden Bauvorhaben des Senats kritisiert. Die Situation hat sich seitdem weiter zugespitzt: Studenten fänden auf dem Wohnungsmarkt keine Unterkunft und müssten zum Teil in Hotels wohnen, so die LAK. Die Organisation ruft betroffene Studenten dazu auf, ihren persönlichen Erfahrungsbericht über ihre aussichtslose Wohnungssuche einzusenden. Einige Berichte sollen auf der LAK-Website veröffentlicht werden.

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