Sicherheit

Berlins Innensenator rüstet die Berliner Polizei auf

In einem mehrseitigen Brief an alle Berliner Polizisten erklärt Innensenator Geisel seine Pläne für die Behörde.

Innensenator Andreas Geisel (SPD)

Innensenator Andreas Geisel (SPD)

Foto: Kay Nietfeld / picture alliance / Kay Nietfeld/

31 Millionen Euro für Waffen, Schutzausrüstung und Fahrzeuge: In einem fünfseitigen Brief hat sich Innensenator Andreas Geisel (SPD) an die 24.000 Mitarbeiter der Polizeibehörde gewandt. In dem Schreiben erklärt er den Beamten und Angestellten den aktuellen Stand bei den Beschaffungen. „Wer uns beschützt, den müssen auch wir schützen“, schreibt Geisel.

Vieles in dem Schreiben ist bereits bekannt. Erstmals hat sich der Innensenator aber selbst so ausführlich zum Thema zu Wort gemeldet. „Glauben Sie mir, ich hätte dies alles lieber heute als morgen“, schreibt der Innensenator. Demnach soll die Lieferung von 6300 ballistischen Schutzwesten bis April 2018 abgeschlossen sein. Ein Vertragsabschluss für 3508 ballistische Helme soll noch in diesem Jahr erfolgen. Hinzu kommen 22.000 Schutzwestenhüllen und Hartballistik-Platten.

Neu ist, dass Anfang 2018 noch einmal sechs Millionen Euro für Schutzausstattung bereitgestellt werden sollen. Geisel schreibt weiter, dass drei Hersteller in der engeren Auswahl für 24.000 neue Dienstpistolen seien. Die Auswertung eines Test würde noch laufen. Einen Zuschlag soll es am 11. Dezember geben. Anschließend würden monatlich 2000 Pistolen geliefert. Die vorhandenen 3300 Maschinenpistolen werden hingegen wie berichtet aufgerüstet, hinzu kommen mehr als 400 neue Mitteldistanzwaffen für die Direktion Einsatz und das SEK.

Mitte kommenden Jahres soll auch das neue Spezialfahrzeug „Survivor“ ausgeliefert werden. Auch in die Sicherung von Dienstgebäuden sollen 600.000 Euro investiert werden. Außerdem sagte Geisel, dass 125 Millionen Euro in die neuen Einsatztrainingszentren investiert und damit bald 54 Schießbahnen zur Verfügung stehen würden. Die Standorte Wannsee und Bernauer Straße sollen aufgegeben werden, so Geisel.

Für positive Reaktionen sorgte der Brief bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Dass sich der Innensenator so ausführlich an unsere Kollegen wendet, ist eine positive Überraschung, die wir sehr wohlwollend zur Kenntnis nehmen“, sagte Berlin GdP-Vorsitzende Kerstin Philipp.

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