Google Doodle

Ampelmännchen als Google Doodle: Der Mann mit Hut wird 56

Die Ost-Version des Ampelmannes (mit Hut) entstand am heutigen 13. Oktober vor 56 Jahren. Google würdigt das mit einem Doodle.

Das Ampelmännchen aus Ostdeutschland, nur echt mit Hut, bekam zum 56. Geburtstag ein "Google Doodle"

Das Ampelmännchen aus Ostdeutschland, nur echt mit Hut, bekam zum 56. Geburtstag ein "Google Doodle"

Foto: dpa Picture-Alliance / Rainer Jensen / picture alliance / dpa

Das Ampelmännchen wird am heutigen Freitag als Google Doodle angezeigt. Nutzer der Suchmaschine finden eine entsprechende Zeichnung anstelle des gewohnten Google-Logos. Die beiden Ampel-Signale ersetzen dabei die "O"s im Wort Google. Das hat einen Anlass. Die Ost-Version des Ampelmannes (mit Hut) entstand am heutigen 13. Oktober vor 56 Jahren.

Sein Erfinder war der Verkehrspsychologe Karl Peglau. Er traf sich am 13. Oktober 1961 mit der Ost-Berliner Verkehrskommission. Die suchte einen Weg, um Unfälle mit Fußgängerbeteiligung zu reduzieren. Da kamen Peglaus Ampel-Figuren gerade recht. Ampeln für Fußgänger waren eine dänische Erfindung: 1933 wurde die erste Ampel speziell für die Menschen zu Fuß in Betrieb genommen.

Inzwischen ist der kleine Ampelmann aus dem Osten ein beliebtes Souvenir – und ein Symbol für die damalige Trennung von Ost- und Westdeutschland. Doch eins haben die zwei Ampelmänner gemeinsam. Sie zeigen an: Bei Grün darfst du gehen, bei Rot musst du stehen.

Das Ampelmännchen bekommt zunehmend Konkurrenz

Auch wenn das Ost-Ampelmännchen in Sachen Sympathieträger seinem West-Pendant weit voraus ist, droht ihm Konkurrenz. In Mainz etwa hilft Mainzelmännchen Det seit November 2016 Fußgängern über die Straße, eine der Werbepausenfiguren des ZDF. Er kommt so gut an, dass es inzwischen an diversen Mainzer Ampeln Mainzel- statt Ampelmännchen gibt. Damit setzt sich die Erkenntnis durch, die Ost-Ampelmann-Erfinder Peglau hatte: Menschen reagieren dann eher, wenn sie jemanden sympathisch finden.

Und auch die Gleichstellungsampel gab es schon: In manchen deutschen Städten weisen sogar lesbische, schwule oder heterosexuelle Pärchen den Weg über die Straße. Zum Beispiel leuchten sie in der Innenstadt von München und Frankfurt am Main zum Christopher Street Day. Oder dauerhaft in Wien.

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.