Starker Wind

Sturmböen in Berlin - Bezirksamt: Lebensgefahr in Parks

Am Donnerstag gibt es verbreitet Windböen um die 60 km/h, ab Mittag seien vereinzelte stürmische Böen nicht auszuschließen.

Äste und ein umgekippter Baum liegen nach dem Sturm "Xavier" auf der Straße

Äste und ein umgekippter Baum liegen nach dem Sturm "Xavier" auf der Straße

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Eine Woche nach dem starken Sturm "Xavier", wird es am Donnerstag in Berlin und Brandenburg wieder windig. Der offizielle Warndienst Katwarn verschickte am Mittag eine Warnung vor Sturmböen. Sie gelte bis 20 Uhr. Demnach bestehe die Gefahr des Auftretens von Sturmböen (Stufe 2 von 4). Es könnten einzelne Äster herabstürzen, man solle besonders auf herabfallende Gegenstände achten.

Auch das Betreten von Parkanlagen sollte vermieden werden. Die Schäden seien auf den ersten Blick nicht zu erkennen, teilte das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirksamts Mitte am Donnerstag mit. "Angebrochene Starkäste können jederzeit herabfallen und Baumkronen auseinanderbrechen. Vom vielen Regen ist der Boden aufgeweicht." Geschädigte Bäume könnten unvermittelt umstürzen. "Es besteht Lebensgefahr!"

Experte: Noch lange nicht mit Aufräumarbeiten fertig

Die Warn-App "Nina" warnte vor Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 Stundenkilometer, anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung. In exponierten Lagen müsse mit Sturmböen bis 70 km/h gerechnet werden. Die Warnung gelte für Berlin sowie die Landkreise Bawrnim, Dahme-Spreewald, Potsdam-Mittelmark, Havelland, märkisch-Oderland, Oder-Spree, Teltow-Fläming und die Stadt Potsdsam.

Durch den Wind könnten abgebrochene Äste und Zweige, die noch in den Bäumen hingen, herunterfallen, sagte Derk Ehlert, Experte der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, am Donnerstag. Er warnte auch davor, dass Bäume in Schieflage umfallen könnten. "Wir sind noch lange nicht mit den Aufräumarbeiten fertig", so Ehlert. Besonders in den Berliner Wäldern bestehe noch immer Lebensgefahr.

Parkanlagen bleiben zum Teil noch länger geschlossen

Hingegen sind weitere Parkanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten nach den Unwetterschäden durch Sturm "Xavier" wieder offen. Einige Teilbereiche blieben aber wegen Aufräumarbeiten zunächst gesperrt, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Schäden von mehr als 600 000 Euro seien angerichtet worden. Der Verlust von 240 Bäumen sei zu beklagen. Dazu seien bei 270 Bäumen die Kronen komplett zerstört worden. 405 Bäume könnten trotz der Kronenausbrüche gerettet werden. Die Beseitigung der Schäden werde bis Februar kommenden Jahres dauern. Immer noch seien frei hängende Äste gefährlich, hieß es.

Teilweise offen sind etwa der Park Sanssouci mit seinen Häusern, der Neue Garten und ab Samstag Park Babelsberg. Für Besucher zugänglich sind in Berlin die Gärten der Schlösser Charlottenburg und Hohenschönhausen. Geschlossen bleiben die Parks Sacrow, Königs Wusterhausen oder Paretz.

Doch zum Wochenende hin gibt es einen Lichtblick: Die Temperaturen steigen. Am Samstag sind bis zu 20 Grad, am Sonntag sogar bis zu 21 Grad möglich. Dazu gibt es am Sonntag fast den ganzen Tag Sonnenschein.

Videos zu Sturm Xavier

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