Berlin

Mehr Geld für Sozialarbeiter und Brennpunktschulen

Rot-Rot-Grün beschließt Änderungen im Haushaltsplan

SPD, Grüne und Linke haben sich auf Umschichtungen im Bildungsetat in Höhe von sechs Millionen Euro geeinigt. Die entsprechenden Änderungsanträge für den Haushalt 2018/19 sollen am Donnerstag im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses beschlossen werden.

Mit 1,2 Millionen Euro wollen die Fachpolitiker von SPD-, Grünen- und Linken-Fraktion mehr Sozialarbeiter an die Schulen bringen. Der stufenweise Ausbau der Schulsozialarbeit war im Koalitionsvertrag vereinbart worden, hatte sich so aber nicht im Haushaltsentwurf widergespiegelt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Brennpunktschulen. So sollen die 20 Berliner Schulen mit den meisten Schulabbrechern durch je zwei Teach-First-Kräfte unterstützt werden. „Die Studienabsolventen von Teach First sollen die abschlussgefährdeten Jugendlichen ab der neunten Klasse intensiv begleiten. Sie helfen zum Beispiel bei der Suche nach Ausbildungsplätzen oder geben Nachhilfe“, sagte Maja Lasić, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Dafür sind für die beiden Haushaltsjahre insgesamt 1,6 Millionen Euro vorgesehen.

Einen dritten Schwerpunkt will Rot-Rot-Grün bei der Förderung von jungen Flüchtlingen setzen. Die Maßnahme der Senatsverwaltung, in der Teske-Schule jugendliche besonders förderbedürftige Flüchtlinge in speziellen Klassen auf den Einstieg in das Berufsleben vorzubereiten, war in der Koalition umstritten. Stattdessen sollen künftig 16 dezentrale Lerngruppen an Schulen entstehen, die Erfahrungen mit dem Produktiven Lernen haben. Für dieses Projekt sind zusätzlich 500.000 Euro pro Jahr vorgesehen. Daneben gibt es noch zusätzliche Beträge für eine Reihe kleinerer Maßnahmen, etwa für die Einrichtung einer Fachstelle „Queere Bildung“.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.