Folgen des Sturmtiefs

Feuerwehr beendet Ausnahmezustand: "Es ist geschafft!!!"

Nach 70 Stunden Dauereinsatz hat die Berliner Feuerwehr am Sonntag den Ausnahmezustand beendet. 3000 Einsätze wurden abgearbeitet.

Einsatz an der Schulzendorfer Straße in Heiligensee

Einsatz an der Schulzendorfer Straße in Heiligensee

Foto: Susanne Kollmann

Die Berliner Feuerwehr hat in am Sonntagmittag den Ausnahmezustand nach Orkan „Xavier“ beendet. In knapp 70 Stunden seien mehr als 3000 Einsätze abgearbeitet worden. Die Einsatzkräfte meldeten bei Twitter: "Es ist geschafft! Der Ausnahmzustand Wetter konnte beendet werden."

Weiter schrieb die Feuerwehr bei Twitter: "Unser aufrichtiger Dank und Respekt geht an alle Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und an die Kollegen der Berliner Feuerwehr!!!!! Ihr habt in den letzten knapp 70h Großartiges geleistet!" In einem weiteren Tweet heißt es: "Wir danken auch den Berlinerinnen und Berlinern für Ihre Geduld, die freundlichen Worte und Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen!"

Die Berliner Feuerwehr begleitete ihre Einsätze auch am Sonntagvormittag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Dort hieß es beispielsweise am Vormittag, in Lankwitz drohe ein Ast auf die S-Bahn-Gleise zu stürzen:

Der Ausnahmezustand hatte für die Helfer vor allem praktische Gründe: Solange er gilt, muss die Feuerwehr die Einsätze nicht chronologisch abarbeiten, sondern kann sie priorisieren und Notfälle vorziehen.

Das Orkantief „Xavier“ war am Donnerstag mit bis zu 122 km/h über Nord- und Ostdeutschland gezogen und hatte dabei zahlreiche Bäume umgestürzt oder abgeknickt. Sieben Menschen wurden von herabstürzenden Ästen getötet, darunter auch die Journalistin und Politik-Expertin Sylke Tempel.

Weiter Probleme im Berliner S-Bahn-Verkehr

Bei der Berliner S-Bahn kommt es am Sonntag noch zu Einschränkungen. Am Mittag teilte das Unternehmen mit, es komme noch auf zwei Strecken witterungsbedingt zu Änderungen im Betriebsablauf:

  • S 25 verkehrt zwischen Teltow Stadt <> Hennigsdorf im 20-Minuten-Takt
  • S 3 verkehrt zwischen Köpenick <> Westkreuz im 20-Minuten-Takt
  • planmäßiger SEV Erkner <> Köpenick wegen Bauarbeiten)

1000 Streckenkilometer bei der Deutschen Bahn betroffen

Im Fernverkehr hat sich die Lage auf vielen Strecken normalisiert, dennoch kommt es weiter zu Einschränkungen. Seit Sonnabend rollen wieder Züge auf der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und Hannover. Andere Strecken wie die von Berlin nach Hamburg waren weiterhin gesperrt. Letztere soll am Montag wieder befahrbar sein.

Die Bahn hofft, dass die Aufräumarbeiten größtenteils Anfang der neuen Woche abgeschlossen sind. In einer Bilanz listete die Bahn die Schäden auf: Mehr als 1000 Streckenkilometer seien betroffen gewesen, an mehr als 500 Stellen habe es Beschädigungen gegeben, die von Bäumen auf den Gleisen oder den Oberleitungen bis zu umgeknickten Oberleitungsmasten reichten. Der Sturm hatte am Donnerstag den Zugverkehr in der Nordhälfte Deutschlands lahmgelegt. Viele Reisende strandeten an Bahnhöfen.

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