Wahlen

"Symbolwahl" in Berlin-Mitte: SPD bei Ausländern vorn

Ein Stimmzettel für die Wahl zur Bundestagswahl 2017.

Ein Stimmzettel für die Wahl zur Bundestagswahl 2017.

Foto: dpa

Berlin. Bei einer "Symbolwahl" von Ausländern ohne Wahlrecht in Berlin-Mitte hat die SPD die Nase vorn. Die Sozialdemokraten kamen bei der Abstimmung auf 26,8 Prozent der Zweitstimmen und lagen damit vor Linken (23,1), CDU (21,7) und Grünen (16,1). Die übrigen gut 12 Prozent der Stimmen entfielen auf andere Parteien oder waren ungültig, wie das Bezirksamt Mitte am Mittwoch mitteilte. Bei den Erststimmen für die Direktkandidaten im Wahlkreis differieren die Ergebnisse etwas, hier lagen die Grünen vor der CDU.

Ziel der erstmals veranstalteten "Symbolwahl" kurz vor der Bundestagswahl war es den Angaben zufolge, über das Wahlsystem in Deutschland zu informieren und ein Signal für Teilhabe aller Menschen im Stadtbezirk zu setzen. In 20 "Wahllokalen" bei Vereinen und Initiativen gaben vom 11. bis 18. September 373 Menschen ihre Stimmen analog dem Stimmzettel bei der Bundestagswahl ab. Das waren weniger als erhofft, wie es hieß. Beteiligt waren 52 Nationalitäten, die größte Wählergruppe bildeten Türken (115). 75 Teilnehmer stammten aus EU-Staaten, 62 aus dem Nahen Osten.

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