Polizei

Neue Polizeidrohne unterstützt Beamte bei Ermittlungen

UAS-Pol heißt das neue System, das aus einer Höhe von bis zu 50 Metern Tatorte vermessen soll.

Das Unmanned Aircraft System-Police, kurz UAS-Pol, wird zur Beweissicherung an Tatorten eingesetzt.

Das Unmanned Aircraft System-Police, kurz UAS-Pol, wird zur Beweissicherung an Tatorten eingesetzt.

Foto: Paul Zinken / dpa

Tatorte von Verbrechen, mögliche Fluchtwege, große Verkehrsunfälle und polizeiliche Großereignisse, wie der Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz im vergangenen Jahr – das sind die Einsatzgebiete des "Unmanned Aircraft System-Police" (UAS-Pol), einem unbemannten, ferngesteuerten Luftfahrzeug, besser bekannt als Drohne. Dieses hat die Polizei am Donnerstag vorgestellt. Ausgestattet mit einer Kamera, die hochauflösende Bilder liefert, soll das Fluggerät aus einer Höhe von bis zu 50 Metern Tatorte sowie Ereignissorte vermessen und dokumentieren, erklärte Kriminaltechniker und Tatortfotograf Thomas Kuntzagk bei der Präsentation.

"Bei Vermessungsflügen werden Fotos in bestimmten Abständen gemacht, die aber überlappen", erklärte er. "Anhand dieser Fotos können dann 3-D-Modelle am Rechner erstellt werden." Zudem biete das UAS-Pol mit der Kamera den Vorteil, dass große Flächen deutlich schneller erfasst werden können. Ein Luftfahrzeug-Fernführer des Kriminaltechnischen Institutes (KTI) des Landeskriminalamtes (LKA) lenkt das Fluggerät über den Tatort oder es fliegt einen programmierten Pfad ab.

Dabei werden die Luftaufnahmen auf einen am Boden stehenden Monitor und Rechner übertragen. Zuletzt kam die 37.000 Euro teure Neuanschaffung über dem Tiergarten in Mitte zum Einsatz. Bei den Ermittlungen im Fall der ermordeten 60-jährigen Susanne F., deren Leiche dort vor wenigen Tagen gefunden worden war. Das KTI kann seit Anfang Juni auf jetzt insgesamt zwei dieser Fluggeräte zurückgreifen. Im laufenden Jahr wurden sie bislang 74-mal eingesetzt, 2016 ging das eine Fluggerät 118-mal für die Polizei in die Luft. Eingesetzt werden kann es bei bis zu Windstärke 4. Bei Regen kann das UAS-Pol zwar fliegen, Tropfen auf dem Objektiv ließen dann aber keine verwertbaren Fotos zu.

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