Geschichte

Woidke warnt zum Antikriegstag vor Drohgebärden

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Foto: dpa

Potsdam.  Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) hat zum Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen mehr Diplomatie und Vertrauensbildung in der internationalen Politik gefordert. "Die Welt ist auch heute alles andere als ein Hort des Friedens", sagte er am Donnerstag in Potsdam.

Woidke verwies auf die Konflikte in Afrika, Nahost, Afghanistan und in der Ostukraine. "Derzeit müssen wir entsetzt erleben, wie Kriegsrhetorik die Situation auf der koreanischen Halbinsel dramatisch zuspitzt. Waffen und Drohgebärden führen aber nicht zu mehr Sicherheit", sagte der SPD-Politiker. "Wir brauchen wieder mehr Verlässlichkeit, Diplomatie und Vertrauensbildung in den internationalen Beziehungen." Konflikte entstünden oft aus reiner Machtgier einzelner Männer und Cliquen. Darunter müssten viele Millionen Unschuldige leiden.

Am Freitag vor 78 Jahren hatte der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall Deutschlands auf Polen begonnen. 60 Millionen Menschen starben. Woidke wird an diesem Freitag auf dem britischen Soldatenfriedhof an der Berliner Heerstraße an einer Gedenkfeier zum Jahrestag des Kriegsbeginns teilnehmen.

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