Luftverkehr

BER-Chef will nach Tegel-Volksentscheid Klarheit

Berlin. Der Berliner Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup warnt vor einer langen Hängepartie um den Airport Tegel nach dem Volksentscheid im September. Unsicherheit in dieser Frage könne das Unternehmen nicht gebrauchen, sagte Lütke Daldrup am Montagabend in Berlin. "Deshalb mein Appell an die Eigentümer, schnell zu einer Entscheidung zu kommen." Die Berliner stimmen am Tag der Bundestagswahl am 24. September auch über einen Aufruf an den Senat ab, sich für einen Weiterbetrieb von Tegel einzusetzen.

Eigentlich soll der Flughafen nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER vom Netz gehen. Lütke Daldrup warnte erneut vor hohen Kosten und rechtlichen Risiken, sollte Tegel offen bleiben. Der Flughafenchef präzisierte in seinem Vortrag beim Verein Berliner Kaufleute und Industrieller seinen 2,3 Milliarden Euro schweren Masterplan für einen Ausbau des BER nach der Eröffnung.

Lütke Daldrup bekräftigte, noch in diesem Jahr einen Eröffnungstermin für den neuen Flughafen festzulegen, dessen Start inzwischen knapp sechs Jahre verzögert ist. Ein Rahmenterminplan gehe den Baufirmen in dieser Woche als Vorgabe zu, kündigte er an. Willigen die Firmen ein, will Lütke Daldrup im November oder Dezember einen Termin nennen.

Ein Start vor 2019 gilt inzwischen als unwahrscheinlich. Nach Lütke Daldrups Angaben wird noch bis Mai an der Sprinkleranlage gearbeitet, daran schließen sich Sachverständigenprüfungen und ein Probebetrieb an.

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