Gesellschaft

Software-Problem bei Ehe für alle ist bundesweit

Ein Schild "Bitte Ruhe! Eheschließung" steht in einem Standesamt.

Ein Schild "Bitte Ruhe! Eheschließung" steht in einem Standesamt.

Foto: dpa

Berlin. Der kürzlich bekannt gewordene Software-Mangel bei der Ehe für alle ist nach Angaben der Berliner Innenverwaltung kein lokales Problem. In den Personenstandsregistern aller deutschen Standesämter kann die gleichgeschlechtliche Ehe erst ab dem 1. November 2018 richtig erfasst werden, wie die Innenverwaltung am Montag mitteilte. Erst dann sei es möglich, die zwingenden Bezeichnungen "Ehemann/Ehefrau" anders darzustellen oder auch wegzulassen.

Bislang kann die Software nicht zwei Männer oder zwei Frauen als Paar eintragen. Somit muss ein Partner formal mit einem falschen Geschlecht registriert werden.

Die Lösung, welche vom Bundesministerium des Innern rechtlich erarbeitet und vom jeweiligen Anbieter der Software umgesetzt werden müsse, stehe noch nicht fest, so die Innenverwaltung.

Die Tücken bei den Formalien behindern aber demnach nicht, dass Schwule und Lesben vom 1. Oktober an richtig heiraten oder die Lebenspartnerschaft umwandeln können. Es können Anträge gestellt und Unterlagen eingereicht werden.

Über das Problem mit der Software hatte die "Berliner Morgenpost" vergangene Woche berichtet.

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