Insolvente Airline

Air Berlin - Bonusmeilen zurzeit nicht einlösbar

Experten raten dazu, Bonusmeilen möglichst zügig einzulösen. Im Moment ist das allerdings nicht möglich.

Passagiere am Schalter von Air Berlin

Passagiere am Schalter von Air Berlin

Foto: Helmut Fohringer / dpa

Bei all den Fragen, die die Insolvenz von Air Berlin mit sich bringt, stellt sich für Fluggäste auch die, wie sie nun eigentlich mit ihren Bonusmeilen verfahren sollen. Übereinstimmenden Expertenmeinungen zufolge sollten diese bald eingelöst werden. „Zwar kann es sein, dass ein anderes Unternehmen bei der Übernahme von Air Berlin dieses Kundenbindungsinstrument übernimmt“, sagte der Reiserechtler Paul Degott. Eine Garantie dafür gebe es aber nicht. Sollte Air Berlin nicht mehr als Vertragspartner bestehen, hätten Kunden keinen Anspruch darauf, dass sie ihre Meilen noch einlösen können.

Bei Air-Berlin-Flügen werden die gesammelten Punkte von dem Unternehmen Topbonus in London verwaltet. Zu dem System, in dem Passagiere Punkte einlösen können, gehören auch andere Airlines, darunter Alitalia, British Airways und American Airlines. Auch das Reiseportal Reisetopia rät zu einer baldigen Einlösung. Zwar gehöre Topbonus mehrheitlich zu Etihad, dennoch sei das Vielfliegerprogramm sehr eng mit Air Berlin verknüpft.

Ob das allerdings noch möglich ist, scheint zumindest im Moment fraglich. Der Prämienshop von Topbonus war am Donnerstag offline. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, seien auch Prämienflüge nicht mehr buchbar. Aus dem Kundenservice heiße es, dass alle Topbonus-Meilen zurzeit eingefroren seien. Es bestehe offenbar Klärungsbedarf mit Flugpartner Etihad. Air Berlin äußerte sich zunächst nicht dazu.

Auch Reisetopia berichtete am Donnerstag, dass die Buchung von Prämienflügen zurzeit nicht möglich sei. Eine Einlösung sei laut der Platinum Hotline frühestens Ende der Woche wieder möglich. Das liege laut den Mitarbeitern von Topbonus daran, dass man sich derzeit in Gesprächen mit Air Berlin und Etihad Airways befinde. Zudem müssten Gespräche mit weiteren Partnern geführt werden. Wann die Blockade aufgelöst werde, lasse sich derzeit nicht sagen.

Eine Etihad-Sprecherin teilte am Donnerstag lediglich mit, dass dieser Dienst des Vielflieger-Programms Topbonus vorübergehend nicht verfügbar sei. Man warte auf zusätzliche Informationen von Air Berlin. Ob ein technisches Problem vorliegt oder ob es andere Gründe gibt, war den Angaben nicht zu entnehmen, berichtete die dpa.

So reagieren Passagiere auf die Insolvenz von Air Berlin

Air Berlin hat Insolvenz beantragt. Der Flugbetrieb geht aber weiter. Zuletzt hatte Air Berlin immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Gebuchte Tickets sind weiterhin gültig, können aber nicht umgetauscht werden. Auch der Flugplan bleibt unverändert.
So reagieren Passagiere auf die Insolvenz von Air Berlin

Mehr zum Thema:

Mit diesem Tweet über Air Berlin sorgt die SPD für Häme

Ryanair-Beschwerde stoppt Air Berlin-Flüge vorerst nicht

Air-Berlin-Übernahme: Höhere Ticketpreise nicht sicher