Berlin

Außen chic, innen innovativ - Die Fahrradtrends 2018

Der Rahmen aus Bambus, der Akku ins Unterrohr integriert. Und: auch Nachhaltigkeit spielt bei den neuen Modellen eine Rolle.

Fahrradtrends 2017

Fahrradtrends 2017

Foto: Maurizio Gambarini

E-Bikes sind das große Thema: Sie würden vor allem in Großstädten immer beliebter, sagte Arne Bischoff vom "pressedienst-fahrrad". Er stellte die Fahrradtrends für das kommende Jahr am Donnerstag in der Kalkscheune vor. Der Grund dafür liegt laut Bischoff auf der Hand. Der Berufspendler könne mithilfe der motorisierten Räder am Stau vorbeifahren, würde dabei die Umwelt schonen und trotzdem nicht verschwitzt bei der Arbeit ankommen.

Neben innovativen Technologien legt der Fahrradfan heutzutage auch Wert auf ein schickes Äußeres, davon ist Bischoff überzeugt und zeigt auf das "Sinus iX 11" von Winora. Das würde nicht nur mit leistungsstarkem Motor und Akku punkten, sondern auch durch urbanes Design. Von der klobigen Aufmachung, die man in der Vergangenheit bei E-Bikes beobachten konnte, ist da nichts mehr zu sehen.

Mountainbikes bekommen noch bessere Federung

Auch bei der Entwicklung neuer Mountainbikes hat sich einiges getan: Bessere Federung, stärkere Bremsen, neue Reifen und Helme mit abnehmbaren Visieren machen es möglich, beim Geländeradsport mit Sicherheit Spaß auf allen Wegen zu haben. Das "Xduro Dwnhll 10.0" von Haibike könne außerdem mit einem integriertem Bosch-Akku überzeugen, der komplett in das Unterrohr eingebaut ist – ein E-Mountainbike sozusagen, das besonders die Fahrt bergauf gut unterstützt, wie Bischoff erzählt.

Neben Akkus werden in Mountainbikes ab 2018 auch immer öfter Getriebeschaltungen in den Rahmen integriert, was die Säuberung des Geländerads erleichtern soll.

Auch neue Rennräder auf Profiniveau werden verstärkt mit Scheibenbremsen ausgestattet. Der Bowdenzug wird dort in Zukunft häufiger von Bremsen mit Hydraulik-Öl ersetzt, die Schaltung läuft per Funk. Als Rahmenwerkstoff für Rennräder wird verstärkt Carbon eingesetzt, was das Rad stabil und im Vergleich zu anderen Materialien leichter macht.

Nachhaltigkeit ist ein großes Thema

Besonders im Fokus wird 2018 auch die nachhaltige Produktion von Fahrrädern stehen. Bambus wird als alternatives Rahmenmaterial immer beliebter, darauf setzt beispielsweise das Kieler Unternehmen My Boo mit dem Cityrad "My Kuro". Auch an den Reifen geht die neue Entwicklung nicht spurlos vorbei: Schwalbe präsentiert den "Road-Cruiser" , der aus nachwachsendem Kautschuk und recycelten Gummimaterialien hergestellt wird.

All diese neuen Technologien haben ihren Preis. So muss man für das Mountainbike "Taniwha" des neuseeländischen Herstellers Zerode 5699 Euro bezahlen. Nicht gerade wenig, aber mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, Fahrräder zu leasen. Immer mehr Unternehmen bieten diesen Service an, den man sonst eher aus der Automobilindustrie kennt. Trotz größerer Nachhaltigkeit und mehr Elek­tronik haben Fahrradliebhaber 2018 also trotzdem die Chance, sich eines der innovativen Zweiräder zu leisten.

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