Wirtschaftssenatorin

Ramona Pop auf Tour in Berlins Start-up-Welt

Die Wirtschaftssenatorin besucht Start-ups in Berlin – und macht natürlich Werbung vor der Bundestagswahl.

Ramona Pop (l.) und Grünen-Spitzenkandidatin Kathrin Göring-Eckart

Ramona Pop (l.) und Grünen-Spitzenkandidatin Kathrin Göring-Eckart

Foto: Christina Peters / ZB

Die Safranlimonade ist ziemlich süß. „Schmeckt aber sehr gut“, sagt Ramona Pop. Dann wird angestoßen. Im ersten Stock des „Migration Hub“ in Mitte sitzt Berlins Wirtschaftssenatorin (Grüne) mit jungen Gründern zusammen. Neben ihr Parteifreundin und Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt, mit der Pop an diesem Dienstag in der Hauptstadt auf Start-up-Tour ist. Es ist eine Tour, bei der sich das Nützliche mit dem Nützlichen verbinden lässt. Knapp zwei Monate vor der Bundestagswahl knüpft Göring-Eckardt mit der Start-up-Szene Kontakt zur potenziellen Wählerschaft. Und für Pop gehören Besuche dieser Art seit Amtsantritt sowieso zum Programm.

Dass sie den direkten Austausch mit Berlins Unternehmen seitdem meiden würde, kann man der Senatorin nicht nachsagen, fleißig hat Pop in den vergangenen Monaten genetzwerkt. Vier Besuche sieht das Protokoll allein am Dienstag vor. Nach einem Abstecher in den Blue Biolabs am Ernst-Reuter-Platz, die sich auf Trinkwasseranalysen spezialisiert haben, machen Pop und Göring-Eckardt Station bei Conflictfood. Das vor einem Jahr gegründete Unternehmen ist Teil des „Migration Hub Network“, ein Co-Working-Space von Start-ups und Organisationen, die in den Bereichen Asyl, Migration und Flüchtlinge unterwegs sind.

Rund ein Dutzend davon hat sich in den Spreewerkstätten eingerichtet. Das Konzept von Conflictfood: Die Gründer Salem El-Mogaddedi und Gernot Würtenberger reisen in die Konfliktregionen dieser Welt und suchen dort den Kontakt zu Landwirten, um ihnen ihre Produkte abzukaufen und online zu vertreiben. Ziel ist, so auch an der Bekämpfung von Fluchtursachen mitzuwirken. So hat Conflictfood zum Beispiel Safran aus Afghanistan im Angebot.

Dann zieht die Grünen-Entourage weiter zu einem Start-up, das nachhaltige Notebooks produziert. In den nächsten Tagen will Pop sich beim Schienenfahrzeughersteller Stadler und Berlin-Chemie blicken lassen. Die Tour geht weiter, der Wahlkampf ist noch lang.

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