Schießtraining

Manche Berliner Polizisten rund zwei Jahre ohne Schießübung

Einzelne Beamte der Berliner Kriminalpolizei haben ein Jahr oder noch länger nicht mehr die Nutzung ihrer Dienstwaffe üben können.

Ein Schießstand in Berlin

Ein Schießstand in Berlin

Foto: Rainer Jensen / dpa

Offenbar haben einzelne Beamte der Berliner Kriminalpolizei seit einem Jahr oder noch länger nicht mehr die Nutzung ihrer Dienstwaffe üben können.

"Derzeitig absolvieren alle Waffenträgerinnen und Waffenträger der Polizei pro Kalenderjahr mindestens ein einmaliges Schießtraining", heißt es in der Antwort der Innenverwaltung auf eine Parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion. "Der Nachweis der Waffenträgereigenschaft ist im Kalenderjahr zu erbringen.

Ein vorschriftenkonformer zeitlicher Abstand von bis zu 23 Monaten zwischen zwei Nachweisen ist damit möglich", antwortete Innen-Staatssekretär Torsten Akmann.

Der FDP-Abgeordnete Holger Krestel hatte gefragt: "Treffen Informationen zu, dass es inzwischen bei der Berliner Kriminalpolizei Fälle gibt, wo Bedienstete seit einem Jahr oder länger nicht mehr dienstlich geschossen haben, ...?"

Schadstoffbelasteten Schießstände der Berliner Polizei

Hintergrund dürften die seit Jahren teils sehr schadstoffbelasteten Schießstände der Berliner Polizei sein. Die Belastungen resultieren entweder aus Rückständen des Schießpulvers wegen schlechter Belüftung oder aus asbestbelasteten Baustoffen.

Die Berliner Polizei kann derzeit nur 11 von 73 Schießbahnen nutzen. Zum Training muss sie auf Schießstände in Brandenburg ausweichen. Der Berliner Senat will 54 neue Schießstände bauen.

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