Stolper Heide

Polizei stoppt Busse mit Berliner G20-Demonstranten

Polizisten kontrollieren Reisebusse an der Raststätte Stolper Heide

Polizisten kontrollieren Reisebusse an der Raststätte Stolper Heide

Foto: Twitter/Hans-Christian Ströbele

Die Polizei hat Reisebusse mit Teilnehmern der G20-Demos gestoppt. Es geht um Ermittlungen wegen des Verdachts auf versuchte Tötung.

Nach den zum Teil gewalttätigen Protesten rund um den G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei am Sonntag heimkehrende Berliner Demo-Teilnehmer kontrolliert. Dies bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei der Berliner Morgenpost. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts auf versuchte Tötung.

Die Reisebusse seien auf den Rastplatz Stolper Heide geleitet und die Insassen dort kontrolliert worden. Details wollte die Polizei zunächst nicht mitteilen. Der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen) teilte via Twitter mit, er und seine Abgeordnetenkollegin Canan Bayram (Grüne) hätten diesbezüglich mehrere Anrufe erhalten.

Im Hamburg waren in den vergangenen Tagen mehr als 20.000 Polizeibeamte aus verschiedenen Bundesländern und auch aus dem Ausland im Einsatz. Insgesamt 476 Beamte seien verletzt worden, teilte der Hamburger Polizeipräsident Ralf Martin Meyer am Sonntag mit.

Nach Angaben der Polizei wurden 147 Menschen festgenommen, darunter sieben Italiener und acht Franzosen. Insgesamt 37 Haftbefehle seien gegen Verdächtige erwirkt worden.

Mehr zum Thema:

Behörden von Brutalität der G20-Proteste überrascht

G20-Krawalle: Bundespolizei-Chef sah „Tötungsvorsatz“ und fordert abschreckende Urteile für Chaoten

G20-Krawalle in Hamburg – Das ist der „schwarze Block“

( BM )