Religion

"Marsch der Muslime gegen den Terrorismus" in Berlin

Die Teilnehmer besuchen Schauplätze islamistischer Anschläge in Belgien, Frankreich und Deutschland. Die großen Islamverbände fehlen.

Die Imame wollen mit einer Bustour ein Zeichen gegen Terrorismus setzen.

Die Imame wollen mit einer Bustour ein Zeichen gegen Terrorismus setzen.

Foto: dpa

Berlin. Als Zeichen gegen religiös begründeten Terror haben sich am Sonntag rund 30 Imame an der Berliner Gedächtniskirche versammelt. Sie kommen aus mehreren Ländern und touren mit dem Bus durch Europa. Ihr "Marsch der Muslime gegen den Terrorismus" wurde in Berlin mit einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Unter den Zuschauern am Breitscheidplatz waren hauptsächlich Touristen. Der Imam Houcine Drouiche aus Nîmes sagte, es gehe um eine "Botschaft der menschlichen Brüderlichkeit gegen den Terrorismus".

Der abgelehnte tunesische Asylbewerber Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gesteuert und zwölf Menschen getötet.

Die insgesamt rund 60 Imame wollen europäische Städte ansteuern, die in den vergangenen Jahren von Anschlägen betroffen waren, darunter auch Brüssel, Toulouse und Nizza. Start war am Samstag auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées. Noch am Sonntag sollte die Fahrt fortgesetzt werden.

Mehr zum Thema:

Ernüchterung beim Friedensmarsch

Muslime planen nach Enttäuschung weitere Demos gegen Terror

Islamwissenschaftlerin verteidigt bei „Hart aber fair“ Demo

Seyran Ateş steht unter verstärktem Polizeischutz

Morddrohungen gegen Berliner Islam-Reformerin Seyran Ateş

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.