Koffer-Chaos

Wie Air Berlin und Aeroground einander die Schuld zuschieben

Air Berlin hält den Bodendienstleister für „schlecht gemanagt“. Der sieht bei der Air Berlin den Hauptteil der Schuld.

Zahlreiche mit Gepäckstücken beladene Gepäcktransportwagen stehen a auf dem Vorfeld am Flughafen Tegel in Berlin

Zahlreiche mit Gepäckstücken beladene Gepäcktransportwagen stehen a auf dem Vorfeld am Flughafen Tegel in Berlin

Foto: dpa Picture-Alliance / Monika Skolimowska / picture alliance / Monika Skolim

Das Chaos bei der Abfertigung von Air-Berlin-Flügen in Tegel hat zu einem ernsthaften Streit zwischen der Fluglinie und ihrem Boden-Dienstleister Aero­ground geführt. Die Tochterfirma des Münchener Flughafens hat darum angeboten, die Zusammenarbeit in Tegel zu beenden.

Zuvor hatte Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann in einem Zeitungsinterview schwere Vorwürfe gegen Aeroground erhoben und die Fähigkeit des Managements angezweifelt. Die Airline macht den Dienstleister für die vielen Ausfälle und Verspätungen verantwortlich. Nach dem großen Unwetter vergangene Woche hatte Air Berlin von der Aeroground Schadensersatz gefordert.

Der Dienstleister macht Air Berlin selbst für den wesentlichen Teil des Chaos verantwortlich, das noch immer nicht vollständig überwunden ist. Die Airline habe einen viel zu vollen Flugplan aufgestellt. Schuld seien auch die völlig überlasteten Anlagen in Tegel. Die Schwierigkeiten seien größer, als sie zunächst gedacht hätten, hieß es.