Berlin

Die fünf größten Staustellen

Es wird eng: Die Rudolf-Wissell-Brücke ist nur eines von mehreren großen Bauprojekten in diesem Sommer

Im Sommer ist die Stadt nicht ganz so voll. Dennoch müssen sich Autofahrer wieder auf lange Staus einstellen. Die Senatsverwaltung für Verkehr hat am Donnerstag bekannt gegeben, wo in den nächsten Wochen auf Berlins Brücken und Straßen gebaut und saniert wird. Die größten Baustellen im Überblick:

Rudolf-Wissell-Brücke, Westend (12. Juli bis spätestens 3. September)

Mit einem innovativen Verfahren will die vom Senat beauftragte Deges die mit 180.000 Fahrzeugen pro Tag stark beanspruchte Brücke in kurzer Bauzeit über den Sommer sanieren. Ab frühestens 2022 soll sie durch einen Neubau ersetzt werden. Es geht los mit der Sanierung der Fahrbahn Richtung Nord. Eine der drei Spuren auf der Südfahrbahn wird benötigt, um eine Spur von der Nordfahrbahn umzulenken. Während der Bauzeit stehen pro Fahrtrichtung je zwei von drei Fahrspuren zur Verfügung. Die Fahrbahn Richtung Süd soll erst im Sommer 2018 saniert werden. Die Autobahnzufahrten Spandauer Damm Richtung Nord (Hamburg/Wedding) sowie Siemensdamm Richtung Süd bleiben während der Bauzeit gesperrt. Die Anschlussstelle Jakob-Kaiser-Platz ist offen. An der Baustelle wird der Pkw-Verkehr in Richtung Nord und Seestraße über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn geleitet. Der Verkehr in Richtung Hamburg ordnet sich auf den rechten Fahrstreifen ein. In den Nächten vom 12. bis 14., eventuell bis 15. Juli (22 bis 5 Uhr) wird voraussichtlich gesperrt. Die Deges hat einen Twitter-Account www.twitter.com/wissellbruecke eingerichtet. Täglich zwischen 8 und 20 Uhr ist auch eine kostenlose Hotline geschaltet: 0800/ 5895 2478.

A 100 Brücke West, Halenseestraße (24. Juli bis 3. September)

Die Brücke mit der Überleitungsfahrbahn am Autobahndreieck Funkturm verbindet die Stadtautobahn in Fahrtrichtung Süd mit der A 115, der Avus. Bei einer Schlaglochreparatur im Vorjahr waren schwere Schäden an der 90 Meter langen Brücke über die Halenseestraße entdeckt worden. Diese sollen nun beseitigt werden. Während der Bauzeit ist von der Jafféstraße aus nur die Zufahrt auf die A 115 möglich. Die Zufahrt zur Halenseestraße oder Neuen Kantstraße ist unterbrochen. In Höhe der Baustelle ist die A 100 Richtung Neukölln auf zwei Fahrstreifen eingeengt, die Auffahrt an der Anschlussstelle Kaiserdamm Süd auf die A 100 gesperrt. Man kann aber abfahren.

Potsdamer Brücke, Tiergarten ( 17. Juli bis 3. November)

Abdichtung und Fahrbahnbelag der Brücke an der Neuen Nationalgalerie müssen erneuert werden. In Nord-Süd-Richtung ist sie für die Zeit der Bauarbeiten für den Verkehr voll gesperrt. Etwa ab Ende der Sommerferien steht voraussichtlich wieder eine Fahrspur vom Potsdamer Platz Richtung Süden zur Verfügung. Busse (M48, M85, N2) Radfahrer und Fußgänger sind jedoch nicht betroffen. In Ost-West-Richtung gibt es nur Verkehrseinschränkungen aufgrund der Umleitung. Umfahrungsmöglichkeiten bestehen vom Potsdamer Platz über die Bendlerbrücke sowie in der Gegenrichtung von Schöneberg kommend über die Köthener Brücke.

A 113, Adlershof (seit 23. Juni, bis voraussichtlich 3. September)

Auf der A 113 bei Adlershof werden beide Richtungsfahrbahnen instand gesetzt. Auf einigen Abschnitten der Autobahn gibt es Risse an der Fahrbahndecke. Zwischen den Anschlussstellen Johannisthaler Chaussee und Adlershof wird der geschädigte Beton durch Asphalt ersetzt. Der Verkehr wird mit je zwei Fahrspuren pro Richtung auf einer Fahrbahn geführt. Die Anschlussstelle Stubenrauchstraße wird für die Dauer der Bauarbeiten gesperrt, ebenso die nördliche Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Adlershof.

Frankfurter Allee, Lichtenberg (Komplettsperrung 10. Juli bis 14. Juli, je 22 bis 5 Uhr stadteinwärts, und 17. Juli bis 21. Juli, 23 bis 6 Uhr stadtauswärts)

Im Zusammenhang mit Arbeiten der Bahn in Höhe der Bahnbrücke in Lichtenberg werden Gehwege instand gesetzt, Korrosionsschäden beseitigt und die Kabelkanäle erneuert. Gebaut wird nur nachts – bei kompletter Sperrung der Frankfurter Allee.