Schule in Berlin

Die Grundschullehrer in Berlin bekommen mehr Geld

Neu eingestellte Lehrer verdienen künftig 500 Euro brutto im Monat mehr. Die Bezüge gleichen sich Gymnasien und Sekundarschulen an.

Grundschullehrer verdienen künftig mehr Geld

Grundschullehrer verdienen künftig mehr Geld

Foto: Peter Steffen / dpa

Grundschullehrer in Berlin verdienen künftig besser. Neu eingestellte Lehrer erhalten nun brutto 500 Euro mehr im Monat und bekommen damit ähnlich viel wie die Kollegen an Gymnasien und Sekundarschulen. Das beschloss das Abgeordnetenhaus am Donnerstag.

Auch Lehrer, die schon an Grundschulen arbeiten, können unter bestimmten Voraussetzungen die höhere Besoldungsstufe erreichen, etwa wenn sie an Weiterbildungen teilnehmen. Berlin setze als erstes Bundesland ein derartiges bildungspolitisches Zeichen, sagte die Abgeordnete der im rot-rot-grünen Bündnis mitregierenden Linken, Regina Kittler.

Im neuen Schuljahr profitieren die ersten knapp 400 Lehrer von den höheren Bezügen. Zum Jahreswechsel erhalten außerdem knapp 400 Konrektoren mehr Geld.

Hintergrund ist ein Lehrermangel. Nach Fraktionsangaben hatten zuletzt vier von fünf neu eingestellten Grundschullehrern keine volle Ausbildung für den Schulzweig. Stattdessen stehen etwa Quereinsteiger oder Gymnasiallehrer am Pult.

Die oppositionelle CDU-Abgeordnete Hildegard Bentele erinnerte an schlechte Ergebnisse Berliner Grundschüler in Vergleichstests. "Wir formulieren klar die Erwartung, dass sicheres Lesen, Schreiben und Rechnen an den Berliner Grundschulen jetzt gewährleistet werden muss."

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