Tiere

Tausende stehen Schlange für Selfie mit Panda

Mindestens 15 Jahre haben Berliner und Touristen Zeit, um sich die neuen Zoo-Pandas anzuschauen. Für manche ist ein Besuch am ersten Tag dennoch Pflicht. Für den Zoo lief aber nicht alles nach Plan.

Panda-Männchen Jiao Qing zieht die Besucher im Berliner Zoo an.

Panda-Männchen Jiao Qing zieht die Besucher im Berliner Zoo an.

Foto: dpa

Berlin.  Mehrere Tausend Menschen haben den neuen Pandas im Berliner Zoo am ersten Öffnungstag einen Besuch abgestattet. "Es strömten erstmal alle in eine Richtung", sagte Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister über den Einlass am Donnerstag. Bis 16.00 Uhr seien knapp 10 000 Gäste gezählt worden - deutlich mehr als sonst an Wochentagen. Gab es am Morgen zunächst nur Gedränge vor der Glasscheibe zum Innengehege, bildeten sich später lange Schlangen vor der Anlage. "Am Ende hat aber jeder sein Selfie mitgenommen", so Hachmeister. Allerdings lief beim ersten Ausflug von Panda-Dame Meng Meng ins Freie nicht alles wie geplant.

Die drei Jahre alte Bärin sollte in ihrem Außengehege zu sehen sein und wurde frühmorgens zur Generalprobe nach draußen gelassen, wie Hachmeister schilderte. Die bisher als sanftmütig und neugierig geltende Panda-Dame zeigte sich demnach anfangs nervös und zögerlich. Dann habe sie sich aber sogar in Teile des Areals vorgewagt, die gar nicht für sie vorgesehen sind: Sie ging in ein Gebüsch und kletterte auf einen Baum.

Der Starkregen in Berlin vergangene Woche hatte zu Verzögerungen bei den Arbeiten an der Außenanlage geführt, so dass vorher kein Probelauf möglich war. "Das ist jetzt alles neu und ungewohnt", so die Sprecherin. Die Gerüche zum Beispiel seien neu. Meng Mengs Außenanlage blieb nach der Kletterpartie für Besucher abgesperrt. Das sechs Jahre alte Männchen Jiao Qing blieb im Innengehege. Besuchern zeigte er sich auch in entspannter Rückenlage. Ansonsten waren Dösen und Fressen angesagt.

In den kommenden Tagen solle es mit beiden Pandas neue Eingewöhnungsversuche im Freien geben, sagte Hachmeister. Die Anwesenheit von Menschen und das Blitzlicht von Kameras zum Beispiel seien die Tiere schon aus China gewohnt.

Der Zoo hatte sich gewünscht, dass nicht alle Interessierten auf einmal an den ersten Tagen vorbeischauen. Um das Anstehen vor der Zoo-Kasse zu vermeiden, wurde zum Kauf von Online-Tickets geraten.

Die Pandas sind aktuell die einzigen in Deutschland - als Leihgabe Chinas für zunächst 15 Jahre. Die neue Anlage war am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Staatspräsident Xi Jinping eröffnet worden. Der Zoo investierte Millionen.

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