G20-Gipfel Hamburg

1000 Berliner Polizisten schützen den G20-Gipfel

Beim G20-Gipfel Anfang Juli werden 15.000 Polizisten im Einsatz sein. Die Bundesregierung rechnet mit 130 Millionen Euro Gesamtkosten.

Demonstration unter dem Tenor "Gesa to Hell" in Harburg gegen die Gefangenensammelstelle im Zusammenhang mit G20-Gipfel

Demonstration unter dem Tenor "Gesa to Hell" in Harburg gegen die Gefangenensammelstelle im Zusammenhang mit G20-Gipfel

Foto: Andre Zand-Vakili

Das Land Berlin unterstützt den Einsatz beim G20-Gipfel in Hamburg mit über 1000 Polizisten. Diese Zahl bestätigte die Berliner Polizei auf Anfrage des RBB. Etwa die Hälfte dieser Beamten sind seit dem vergangenen Wochenende in Hamburg im Einsatz, wo es bereits zu Protesten gegen die Gefangenensammelstelle des G20-Gipfels in Hamburg-Harburg und zwei Tage zuvor auch zu Festnahmen zweier Linksextremisten aus Berlin gekommen ist. Bis zum Beginn des Gipfels will die Berliner Polizei ihr Personal in Hamburg durch 500 andere Kollegen austauschen

Während des Gipfels am 7. und 8. Juli selbst werden dann in Hamburg fünf Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei aus Berlin im Einsatz sein, außerdem drei Boote der Wasserschutzpolizei, Taucher, Wasserwerfer und Kriminalbeamte zur Bearbeitung von möglichen Straftaten.

Insgesamt werden zum G20-Gipfel 15.000 Polizisten in Hamburg im Einsatz sein. Auch sechs teilnehmende Staaten hatten im Vorfeld eine Waffenerlaubnis für das Sicherheitspersonal ihrer Delegationen beantragt - dazu gehören auch die USA und Großbritannien.

G20-Gipfel kurz erklärt

Wer kommt? Was wird besprochen? Wieso so viel Protest und wogegen eigentlich? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg.
G20-Gipfel kurz erklärt
Video: abendblatt.tv

Knapp 130 Millionen Euro Gesamtkosten für den G20-Gipfel in Hamburg

In Hamburg werden zum G20-Gipfel mehr als 10.000 gewaltbereite Demonstranten erwartet. Erst am Wochenende hatten Gegner des Treffens erklärt, im Falle eines Verbots ihrer geplanten Camps auf den Grünflächen Hamburgs wild zu zelten. Ebenso ist damit zu rechnen, dass militante Autonome aus Leipzig, Berlin oder Freiburg in ihren Heimatstädten aktiv werden. Rund 5000 Bundespolizisten sind während des Gipfels in und um Hamburg im Einsatz, ihre Unterbringung kostet das Innenministerium zehn Millionen Euro, der Transport kostet 8,8 Millionen Euro. 1100 Beamte der Bundespolizei unterstützen das Bundeskriminialamt (BKA) in Hamburg, das wiederum Tagungsort und Hotels schützt. Insgesamt werden sich die Kosten für den G20-Gipfel auf schätzungsweise 130 Millionen Euro belaufen. Genaue Angaben über die Gesamtkosten will die Bundesregierung erst nach Ende des Gipfels nennen.

Kritisiert wird der Aufwand für Organisation und Sicherheitskonzept von der Innenexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic: "Hamburg ist als Austragungsort des Gipfels von Anfang an zu Recht kritisiert worden“.

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