Steuern

Söder: SPD-Steuerkonzept ist nur klassische Umverteilung

Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU).

Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU).

Foto: dpa

München/Berlin. Die Steuerpläne der SPD bleiben nach Ansicht von Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hinter den möglichen Entlastungsmöglichkeiten zurück. "Gut ist, dass die SPD endlich anerkennt, dass Steuerentlastungen notwendig sind und man gerade in Zeiten von Rekordsteuereinnahmen dem Bürger etwas zurückgeben muss", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder fügte jedoch hinzu: "Schlecht ist, dass die SPD wieder Steuererhöhungen ins Spiel bringt, gerade für die Leistungsträger der Gesellschaft. Am Ende wieder typisch SPD: klassische Umverteilung."

Die SPD hatte am Mittag in Berlin ihr Steuerkonzept für das Wahlprogramm vorgestellt. Demnach will sie unter anderem den Solidaritätszuschlag ab dem Jahr 2020 für untere und mittlere Einkommen abschaffen, Top-Verdiener aber stärker belasten. Der Wegfall des Solizuschlages soll die Steuerzahler um zehn Milliarden Euro entlasten. Im Gegenzug soll der Spitzensteuersatz auf 45 Prozent angehoben werden, der dann ab 76 200 Euro zu versteuerndem Einkommen für einen Single greift. Auch die sogenannte Reichensteuer von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz soll ab 250 000 Euro fix erhoben werden.

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