Extremismus

Nach Brandanschlag: Bundespolizei fliegt mit Hubschrauber

Hinweistafel im Dresdener Hauptbahnhof.

Hinweistafel im Dresdener Hauptbahnhof.

Foto: dpa

Berlin. Nach dem Brandanschlag auf Gleise am Berliner S-Bahnhof Treptower Park hat die Bundespolizei Bahnanlagen aus der Luft kontrolliert. Von einem Hubschrauber aus seien in der Nacht zu Dienstag zwei Personen an Gleisen zwischen Sonnenallee und Hermannstraße entdeckt worden, sagte ein Bundespolizei-Sprecher. Einsatzkräfte am Boden seien informiert worden, die Männer seien aber weg gewesen. Damit wurden Medienberichte bestätigt. Ob es einen Zusammenhang zu dem Anschlag vom Montag geben könnte, war unklar. Die Bundespolizei setze jetzt auch Beamte in Zivil zur Prävention ein, so der Sprecher.

Unbekannte hatten am Montagmorgen am S-Bahnhof Treptower Park ein Feuer in einem Kabelschacht gelegt. Ein politischer Hintergrund wurde mit Blick auf den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg nicht ausgeschlossen.

Der Anschlag führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Berufsverkehr der Hauptstadt. Mehrere S-Bahn-Linien waren betroffen. Auch am Dienstag gab es noch Einschränkungen im Berufsverkehr.

Eine Sprecherin der Berliner Polizei sagte am Dienstag, das aufgetauchte mutmaßliche Bekennerschreiben werde weiter auf Echtheit geprüft. Auch der sichergestellte Brandsatz werde noch untersucht.

Auch Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Niedersachsen waren von Brandanschlägen am Montagmorgen betroffen. Das Bundesinnenministerium hatte von 13 Anschlägen gesprochen.

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