Radrennen

16-Jähriger beim Velothon in Berlin schwer gestürzt

11.000 Hobby-Radrennfahrer fuhren durch Berlin. Ein 16-Jähriger stürzte in einer Rechtskurve und verletzte sich lebensgefährlich.

Teilnehmer des Velothon fahren durch Berlin

Teilnehmer des Velothon fahren durch Berlin

Foto: Paul Zinken / dpa

Der Velothon in Berlin wird von einem schweren Unfall überschattet. Ein 16-Jähriger stürzte nach Polizeiangaben auf der Havelchaussee in Grunewald mit seinem Rad in einer Rechtskurve. Dabei zog er sich sehr schwere Kopfverletzungen zu. Offenbar war kein anderer Verkehrsteilnehmer an den Unfall beteiligt. Der gesundheitliche Zustand des Jugendlichen sei kritisch, so die Polizei. Laut Feuerwehr gab es einige weitere Stürze, allerdings offenbar keiner mit so schweren Folgen.

Im zehnten Jubiläumsjahr des Radrennens Velothon kamen rund 11.000 Hobby-Radrennfahrer nach Berlin, um sich auf Strecken über 60, 120 oder 180 Kilometer zu beweisen. Trotz des sommerlichen Badewetters feuerten 250.000 Zuschauer die Fahrer an der Strecke an. Die startete am Potsdamer Platz und ging – je nach Route – durch sieben Bezirke und zwei Brandenburger Landkreise bis zum Ziel am sowjetischen Ehrenmal hinter dem Brandenburger Tor. Bei der 180-Kilometer-Strecke absolvierten die Radfahrer die 60-Kilometer-Runde durch die Stadt und dann noch 120 Kilometer, bei denen es bis nach Ludwigsfelde ging.

"Wir feuern heute meinen Freund an", sagte Sachbearbeiterin Tina (35), die mit ihrer Tochter Jasmin mittags am Brandenburger Tor darauf wartete, dass er vorbeifährt. "Ich finde es toll, die Leistung der Athleten zu sehen, die mitmachen, und sie dabei anzufeuern", sagte sie. Viele andere taten es ihr gleich und beugten sich über die Absperrungen, um den Rennfahrern mit lauten Jubelrufen die Ziel-Einfahrt etwas angenehmer zu machen.

Auf der Straße des 17. Juni konnten Interessierte außerdem eine Rad-Messe besuchen. Ein Profirennen gibt es bei der größten Radsportveranstaltung in der deutschen Hauptstadt nicht mehr. Dennoch hatten sich Radsport-Promis wie Tour-de-France-Etappensieger Jens Voigt, Bahn-Olympiasieger Guido Fulst und Ex-Bahnweltmeister Christian Lademann angemeldet.

Der Velothon Berlin ist das zweitgrößte Jedermann-Radrennen in Deutschland. Für das große Rennen war die Straße des 17. Juni bereits seit Freitagmorgen zwischen Yitzhak-Rabin-Straße und Ebertstraße gesperrt.

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