Berlin

Ein Brennpunkt seit 20 Jahren

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Hans H. Nibbrig

Eine Chronologie der linksautonomen Gewalt

Seit 20 Jahren ist das Haus Rigaer Straße 94 besetzt. Genau so lange schon ist die Straße ein Brennpunkt linksautonomer Gewalt. Hier eine kleine Auswahl der unzähligen Gewaltvorfälle in den vergangenen Jahren.

Mai 2017 In mehreren Nächten hintereinander wird die Polizei immer wieder wegen kleinerer Delikte in die Rigaer Straße gerufen. Dort werden die Einsatzkräfte jedesmal aus dem Hinterhalt von Autonomen mit Stein- und Flaschenwürfen attackiert. Drei Beamte werden verletzt.

März 2017 Eine Frau ruft die Polizei, weil ihr Fahrzeug durch Farbschmierereien beschädigt wurde. Als eine Funkstreifenbesatzung eintrifft, wird die sofort von 20 Vermummten attackiert, auch die Scheiben des Dienstfahrzeugs werden eingeschlagen.

November 2016 Mit dem Anzünden von Müllcontainern werden Polizisten offenbar gezielt zur Rigaer Straße gelockt. Kaum angekommen, werden die Beamten von etwa 40 Vermummten aus dem Hinterhalt angegriffen, fünf Beamte tragen Verletzungen davon.

Juli 2016 Im Anschluss an eine Demonstration wegen der Teilräumung des Hauses Rigaer 94 kommt es zu massiven Ausschreitungen vermummter Linksautonomer. Insgesamt 120 Polizisten werden verletzt.

Januar 2016 Nachdem vier Vermummte vor dem Haus Rigaer Straße 94 einen einzelnen Streifenpolizisten brutal überfallen und niederschlagen, rückt die Polizei wenige Stunden später mit 500 Beamten an und durchsucht das Haus.

Dezember 2015 In einer Tiefgarage an der Rigaer Straße werden 18 Autos angezündet und überwiegend völlig zerstört. Eintreffende Löschkräfte werden aus dem Hinterhalt mit Steinen und Flaschen beworfen.

November 2015 Als Ermittler einen auf frischer Tat ertappten Autozündler festnehmen wollen, solidarisieren sich 50 Autonome mit dem Verdächtigen, von Hausdächern fliegen aus großer Höhe Steine und Böller sowohl auf die Zivilbeamten als auch auf deren Verstärkung.

Juli 2015 In der „Langen Nacht der Rigaer“ werden immer wieder Polizisten von plötzlich aus Hauseingängen stürmenden Vermummten gezielt mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Vier Beamte ziehen sich dabei teils schwere Verletzungen zu.

( hhn )