Morgenpost vor Ort

Leserforum: Wie bleiben die Mieten in Berlin bezahlbar?

Wohnen in Berlin: Die Diskussion mit Bausenatorin Lompscher und weiteren Experten findet am 23. Juni statt. Sie können dabei sein.

Können sich die Berliner noch die Mieten in der Stadt leisten? Diskutieren Sie mit

Können sich die Berliner noch die Mieten in der Stadt leisten? Diskutieren Sie mit

Foto: iStockphoto / BM

Wohnungsbesichtigungen mit 80 Mitbewerbern, Mieterhöhungen von mehreren hundert Euro nach einer Modernisierung, Eigentumswohnungen, die kein Normalverdiener mehr bezahlen kann. Ist der Berliner Wohnungsmarkt aus den Fugen geraten? Zumindest bestimmt oder beeinflusst er das Leben Zehntausender Berliner in einem Maß, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die einen suchen händeringend eine neue Bleibe und finden keine. Andere haben Angst, dass sie sich ihre Wohnung bald nicht mehr leisten können. Oder beschweren sich über ein großes Bauprojekt in ihrer Nachbarschaft.

Das Thema "Bauen, wohnen, mieten" ist längst zu einem zentralen Thema der Stadtgesellschaft und natürlich auch der Landespolitik geworden. Die rot-rot-grüne Regierungskoalition hat sich große Ziele gesteckt. Sie will den Bestand der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften von aktuell rund 300.000 Wohnungen bis zum Jahr 2021 auf 360.000 erhöhen. Können die städtischen Unternehmen das leisten, ohne sich zu überschulden? Müsste der Senat nicht auch den privaten und genossenschaftlichen Wohnungsbau stärker ankurbeln und Familien unterstützen, die Wohneigentum erwerben wollen? Auch diejenigen, die unter den stark steigenden Mieten leiden, aber nicht bei einem städtischen Vermieter wohnen, erwarten Antworten von Rot-Rot-Grün.

"Wohnungsnot in Berlin - Wie bleiben die Mieten bezahlbar?"

Die Berliner Morgenpost bietet ihren Lesern die Möglichkeit, sich am Freitag, 23. Juni aus erster Hand über die Wohnungs- und Mietenpolitik der Koalition zu informieren und mit Experten darüber zu diskutieren. Unser nächstes Leserforum in der Reihe "Morgenpost vor Ort" trägt den Titel "Wohnungsnot in Berlin – Wie bleiben die Mieten bezahlbar?" Es beginnt um 19 Uhr im Saal der Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149/Ecke Lindenstraße in Kreuzberg.

Das Podium unseres Leserforums ist wieder hochkarätig besetzt. Es diskutieren: Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen (Linke); Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins; Christian Gräff, Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus für Bauen und Wohnen; Alexander Happ, Geschäftsführer der Buwog Group und Isabell Jürgens, Redakteurin der Berliner Morgenpost. Moderator der Veranstaltung ist Hajo Schumacher, Publizist und Kolumnist der Morgenpost.

Nach der 60 bis 70 Minuten langen Podiumsdiskussion können die Teilnehmer im Publikum dann Fragen stellen und mitdebattieren. Die Teilnahme an unserem Leserforum ist kostenlos. Sie müssen sich allerdings zuvor in unserer Redaktion anmelden. Wie das geht, lesen Sie im Infotext unten.

Jede größere Bauankündigung sorgt für die Gründung einer Bürgerinitiative

Ein wichtiges Thema an diesem Abend wird sicher die Frage sein, wie es Rot-Rot-Grün gelingt, bei der Berliner Bevölkerung für eine positive Einstellung gegenüber Neubauvorhaben zu sorgen. Bislang sorgt nahezu jedes größere Bauankündigung für die Gründung einer Bürgerinitiative, die dagegen ist.

Wichtig ist auch die Frage, wie die Mieter bei energetischer Sanierung vor den immensen Mietsteigerungen bewahrt werden können, die diese zumeist mit sich bringt, weil elf Prozent der aufgewendeten Kosten als sogenannte Modernisierungsumlage an den Mieter weitergereicht werden können.

Die Berliner beschäftigt aber auch die Sorge, wie sich der im Mai veröffentlichte neue Berliner Mietspiegel auf ihre Miete auswirken wird. Danach kletterte die durchschnittliche Nettokaltmiete innerhalb von zwei Jahren um 9,3 Prozent von 5,84 Euro auf 6,39 Euro. Viele Vermieter haben daraufhin bereits angekündigt, auf Grundlage der neuen Zahlen nun ihre Mieten auf das neue, höhere Mietniveau anpassen zu wollen. Viel Stoff also für einen spannenden Abend.

So können Sie teilnehmen:

Ort und Zeit

Das Leserforum "Morgenpost vor Ort" zum Thema "Wohnungsnot in Berlin – Wie bleiben die Mieten bezahlbar?" beginnt am Freitag, den 23. Juni, um 19 Uhr im Saal der Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, in Kreuzberg. Es dauert etwa zwei Stunden. Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos.

Anmeldung

Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Anmeldung in unserer Redaktion unter dem Kennwort "Morgenpost vor Ort". Das geht ganz einfach per E-Mail an aktionen@morgenpost.de, per Fax an die Nummer 030/8872 77967 oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Redaktion Lokales, Kurfürstendamm 22, 10719 Berlin. Teilen Sie uns mit, wie viele Plätze Sie benötigen. Abonnenten der Berliner Morgenpost schreiben bitte ihre Abonummer dazu, sie werden bei der Platzvergabe bevorzugt berücksichtigt. Anmeldungen müssen spätestens bis Mittwoch, 21. Juni, um 20 Uhr in der Redaktion vorliegen. Sie werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.

Anfahrt

Das Haus der Architektenkammer an der Ecke Linden- und Alte Jakobstraße ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der U-Bahnhof Hallesches Tor (Linien U1 und U6) ist nur wenige Meter entfernt, die BVG-Buslinie 248 hält fast vor dem Haus. Kostenlose Parkplätze gibt es im begrenzten Umfang in den umliegenden Straßen.

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