Berlin

Senatsverwaltung warnt Hundehalter vor Giftködern

Die Berliner Justizverwaltung warnt Hundebesitzer und Eltern kleiner Kinder erneut vor Giftködern. In diesem Frühling seien bereits mehrere Hunde gestorben, nachdem sie Lockmittel auf Straßen, Plätzen und Grünanlagen gefressen hätten, teilte die Senatsverwaltung am Freitag mit. Auch für Kinder seien die Giftstoffe, die zum Beispiel in Fleischstücken versteckt sein könnten, gefährlich. Im Berliner Giftköderatlas wurden innerhalb eines Jahres 27 nachgewiesene Funde veröffentlicht.

„Wer Giftköder auslegt, bedroht damit nicht nur Leib und Leben von Hunden“, sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Wie berichtet wurden in den vergangenen Tagen in Reinickendorf mehrere Hunde vergiftet. Vor allem Tiere, die am Tegeler See ausgeführt wurden, waren betroffen. Offenbar sind dort Hundehasser unterwegs, die hochgiftige Köder auslegen. „Für solche Taten fehlt mir jedes Verständnis. Das Auslegen von Giftködern ist eine Straftat und wird auch so behandelt“, sagte Justizsenator Behrendt. Der Tierschutzbeauftragte Horst Spielmann riet den Berliner Hundebesitzern bei einem Verdacht zum sofortigen Besuch beim Tierarzt oder bei Notdiensten für Tiere. Hilfreich sei darüber hinaus eine Strafanzeige bei der Polizei oder eine Meldung beim Veterinäramt des Bezirkes.

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