Badezeit

Wo man in Berlin und Brandenburg den größten Badespaß hat

Mit 114 Meter Länge bekommt Potsdam die längste Wasserrutsche der Region. Freibäder bringen Besucher mit rasanten Anlagen in Schwung.

Und ab ins Wasser: So macht der Sommer Spaß!

Und ab ins Wasser: So macht der Sommer Spaß!

Foto: ArtMarie / iStockphoto

Sommerzeit ist Badezeit: Wenn die Temperaturen endlich über die 20-Grad-Marke klettern, packen die Berliner Flip-Flops und Handtücher ein und machen sich auf den Weg zum Wasser. Besonders beliebt sind Bäder mit großen Wasserrutschen. Wir stellen die längsten, schnellsten, spannendsten Rutschen in Berlin und Umgebung vor.

Mit einer Anlage auf dem aktuellsten Stand der Technik lockt zum Beispiel das Sport- und Freizeitbad "Blu"in Potsdam: Wenn das Bad am 7. Juni eröffnet wird, können sich Rutschenfans auf die 114 Meter lange Reifenrutsche freuen. Es sei kein riesiges Spaßbad bestellt worden, so Ute Sello, Geschäftsführerin der Bäderlandschaft Potsdam, bei der Präsentation der Rutsche am Donnerstag. "Deshalb standen wir vor der Aufgabe, in eine Großrutsche ganz viel Spaß, Nervenkitzel und Variationen zu bauen, damit der Gast immer wieder ein neues Rutscherlebnis hat." Das hätte das Team auch umgesetzt.

Die Rutsche in Potsdam bietet drei verschiedene Programme mit den Namen "Wasser", "Disco" und "Thriller". Was sich genau hinter den Programmen verbirgt, wollten die Macher am Donnerstag noch nicht preisgeben. Mit mehreren Soundmodulen, farbwechselnden LEDs und Monitoren, die über die Länge der Rutsche verteilt sind, versprechen sie aber ein "immer wieder neues Rutscherlebnis".

In Pankow steht die einzige High-Speed-Rutsche Berlins

Doch auch innerhalb der Stadtgrenzen haben Rutschenfans Optionen: Adrenalin verspricht zum Beispiel die Rutschenanlage im Sommerbad Pankow. Das Bad im Norden Berlins hat die einzige High-Speed-Rutsche der Stadt. Bei etwa neun Meter Höhe und steilem Gefälle bietet die Rutsche Besuchern wenige Sekunden Geschwindigkeitsrausch. Wer runter will, muss allerdings mindestens zwölf Jahre alt sein.

Zum Rutschenturm im Pankower Bad, der 2001 gebaut wurde, gehören außerdem zwei lange Rutschen, die in einen flachen, breiten Teil und schließlich ins Becken münden. "Für diese Anlage kommen die Besucher zum Teil sogar aus anderen Stadtteilen", bestätigt auch Martina van der Wehr, Sprecherin der Berliner Bäder. "Gerade bei Familien und Kindern sind Rutschen sehr nachgefragt", so van der Wehr. Die großen Rutschen – dazu zählen die Bäderbetriebe die acht Rutschen in Berlin, die über 50 Meter lang sind – zögen vor allem Jugendliche an. Eine solche Rutsche zu bauen, kostet laut van der Wehr rund 200.000 Euro. Dazu kommen Personalkosten. "Bei uns ist immer mindestens ein Mitarbeiter nur für die Rutschen zuständig", so die Sprecherin. Wann die ersten Rutschen in den Bädern auftauchten, lässt sich heute nur noch schlecht nachvollziehen. Populär wurden sie in den 1970ern.

Das gilt auch im Sommerbad neukölln, wo die längste Wasserrutsche der Berliner Freibäder steht. Über 83 Meter, zahlreiche Kurven und um zwei spitze Säulen herum führt die Rutsche im Bad am Columbiadamm ins größere der zwei Becken. Auch hier, so van der Wehr, sei die Tatsache, dass es eine Rutsche und einen Sprungturm gibt, für viele Besucher ein Grund, Eintritt zu zahlen.

Etwas ruhiger geht es im Strandbad Wannsee zu: Die Kunststoffrutsche, die hier Badegäste in einer Spirale ins Wasser schickt, ist laut Betreiber Frank Archie etwas über 20 Meter lang. Statt im Becken landen die Besucher hier im See: Die Anlage steht im tiefen Wasser auf einer Holzplattform, wer sie benutzen will, sollte schwimmen können. "Das Wasser für die Rutsche pumpen wir direkt aus dem See", erklärt Frank.

Wer es etwas weniger naturverbunden und ein wenig rasanter mag, ist beim Turm-Erlebnisbad in Oranienburg an der richtigen Adresse: Das Bad setzt auf Action und Abwechslung für seine Besucher. Zum Konzept gehören auch die zwei Rutschen der Anlage. Die Black-Hole-Rutsche ist rund 80 Meter lang und hält, was der Name verspricht: Badegäste sehen hier zwischen Einstieg und Ende der Rutschbahn wenig bis nichts. "Das Besondere ist das Gefühl, nicht zu wissen, wo es als Nächstes hingeht, wann die nächste Kurve kommt", erklärt Vertriebsleiter Marco Jennrich. "Nur ab und zu gibt es Lichteffekte."

Kürzer, dafür aber deutlich schneller ist die Turborutsche des Bades. Die rote Röhre ist laut Unternehmen zwar nur etwa 30 Meter lang, aber das reicht, damit die Gäste richtig Geschwindigkeit aufnehmen. Anders als die Black-Hole-Rutsche, die schon Siebenjährige benutzen dürfen, müssen Besucher für die Turborutsche mindestens 13 sein.

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