Berlin

Botanischer Garten bekommt mehr Geld für den Betrieb

Der Botanische Garten in Dahlem soll mehr Geld bekommen. Der Hochschulvertragsentwurf mit der Freien Universität Berlin (FU) sieht für die Jahre 2018 bis 2022 vor, dass die Universität zusätzliche Mittel für den Garten und das Museum an der Königin-Luise-Straße erhalten wird. Das geht aus der Antwort der Senatskanzlei auf die Anfrage der Abgeordneten Adrian Grasse (CDU) und Christian Goiny (CDU) hervor. Als Forschungsstandort ist der Botanische Garten eine Einrichtung der Freien Universität und wird vom Land über das Budget der Hochschule finanziert. Im Zeitraum 2016 bis 2020 sollen zudem etwa 12,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm für die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur zur Verfügung gestellt werden, um die touristische Infrastruktur des 43 Hektar großen Gartens mit 20.000 Pflanzenarten zu verbessern.

Erst kürzlich war der Direktor des Botanischen Gartens, Thomas Borsch, an die Öffentlichkeit gegangen, weil er die Aufgaben mit dem zur Verfügung stehenden Personal nicht mehr erfüllen konnte. Teilbereiche des Gartens musste er bereits stilllegen. Die Gärtner schafften es nicht mehr, sie zu pflegen. Besonders dramatische Auswirkungen hatten die knappen Finanz- und Personalmittel auf das fertig gestellte Victoriahaus. Die Sanierung des Gewächshauses, in dem die Riesenseerose Victoria gezeigt wird, ist zwar nach Jahren abgeschlossen. Wieder bepflanzt wurde es aber bislang nicht. Er könne seinen Mitarbeitern nicht auch noch diese zusätzliche Arbeit zumuten, hatte sich Borsch vor sein Personal gestellt. Der Direktor forderte 17 weitere Gärtnerstellen und die Erhöhung des Budgets, das seit 20 Jahren bei 8,5 Millionen Euro liegt.

Die Senatskanzlei sieht den Erhalt des Botanischen Gartens nicht gefährdet. Allerdings folgt sie der Feststellung der FU, dass einige Aufgaben nur eingeschränkt erfüllt werden können.

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