Riesenpandas in Berlin

Berliner Zoo zahlt Millionen für Panda-Pärchen

Der Berliner Zoo leiht sich für 15 Jahre zwei Riesenpandas aus China aus. Das kostet den Zoo eine Million US-Dollar jährlich.

Panda-Gehege

Panda-Gehege

Foto: Zoo Berlin / BM

Berlin. Die Leihgabe zweier Riesenpandas aus China für 15 Jahre kostet den Berliner Zoo mehrere Millionen Euro. Pro Jahr bezahlt die Einrichtung eine Million US-Dollar (etwa 920.000 Euro), wie am Freitag bei der Vertragsunterzeichnung im Zoo bekannt wurde. 70 Prozent des Geldes fließen laut Angaben in den Artenschutz im natürlichen Lebensraum in China, 20 Prozent in die Forschung, die restlichen 10 Prozent sind Verwaltungskosten. Der Zoo bringe die Summe mit Hilfe von Sponsoren und Spendern selbst auf, hieß es.

Mit der Ankunft der Pandas wird im Juni gerechnet. Nach einer Eingewöhnungsphase sollen sie der Öffentlichkeit Anfang Juli vorgestellt werden. Um welche Exemplare es sich handelt und wie sie heißen, bleibt voraussichtlich noch mehrere Woche geheim. Bekannt ist jedoch, dass es sich um zwei Tiere aus verschiedenen chinesischen Einrichtungen handelt, die unterschiedlich alt sind und genetisch gut zusammenpassen. „Die arrangierte Ehe ist im zoologischen Zusammenhang erlaubt“, scherzte Zoodirektor Andreas Knieriem. Man hoffe langfristig auf Nachwuchs.

Der Zoo Berlin feiert Richtfest im Panda-Gehege
Der Zoo Berlin feiert Richtfest im Panda-Gehege


Geste der Freundschaft zwischen Deutschland und China

Chinas Botschafter Shi Mingde betonte, die Leihgabe der Pandas gelte als Geste für die Freundschaft zwischen Deutschland und China. Sie sei von Chinas Präsident Xi Jinping und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) persönlich in die Wege geleitet worden.

„Pandabären sind Botschafter - manchmal sind sie sogar beliebter als der menschliche Botschafter“, sagte Mingde. China überlässt die Tiere nur ausgewählten Zoos und stellt strenge Anforderungen. So baut der Berliner Zoo bereits eine neue Panda-Anlage, die 9 Millionen Euro kosten soll.

Derzeit gibt es in Deutschland keinen Zoo, der die gefährdeten Bären hält. Berlins bislang letzter Riesenpanda Bao Bao war 2012 im hohen Alter von 34 Lebensjahren gestorben. Dass der Zoo bereits Erfahrung mit den Tieren gesammelt hat, war ein wichtiges Argument für die jetzt beschlossene Leihgabe.

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