Abriss der Löffelbrücke

Im Berliner Norden droht ein neuer Straßenengpass

Von Montag an will der Senat mit dem Abriss der Löffelbrücke beginnen. Dabei soll auch die Pasewalker Straße (B 109) erneuert werden.

Das Bauprojekt wird für erhebliche Einschränkungen sorgen

Das Bauprojekt wird für erhebliche Einschränkungen sorgen

Foto: Maximilian Schönherr / picture-alliance/ dpa

Autofahrer müssen sich im Berliner Norden auf einen neuen Engpass einrichten. Von Montag an will der Senat mit dem Abriss der Löffelbrücke beginnen. Das fast 90 Jahre alte und inzwischen marode Bauwerk soll in den kommenden Monaten durch einen Neubau ersetzt werden. Im Zuge der Arbeiten soll auch die Pasewalker Straße (B 109) im Bereich zwischen der Galenusstraße und der Autobahn-Anschlussstelle an die Autobahn 114 (Pankow-Zubringer) erneuert werden. Die parallele Bundesstraße 109 ist eine der wichtigsten Erschließungsstraßen im Norden Berlins, die vor allem von Berufspendlern genutzt wird.

Das Bauprojekt wird für erhebliche Einschränkungen sorgen, von denen auch Fußgänger und Fahrradfahrer betroffen sein werden. So steht ab 24. April im Bereich der Löffelbrücke für den Autoverkehr nur noch eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. Radfahrer müssen gleichfalls auf die Fahrbahn wechseln. Fußgänger können während der Arbeiten nicht die östliche Gehwegseite nutzen. Vor der Galenusstraße will die Senatsverkehrsverwaltung eine Fußgängerampel aufstellen lassen, damit die Fußgänger die Pasewalker Straße überqueren und auf die andere Straßenseite wechseln können. Die Haltestelle für die stadtauswärts fahrenden Straßenbahnen der BVG wird vorverlegt.

Die Löffelbrücke über die Panke ist 1930 errichtet worden und gilt seit Längerem als dringend sanierungsbedürftig. Bei Bauwerksprüfungen wurden erhebliche Schäden, insbesondere an den Überbauten, festgestellt. Die Brücke soll nun durch einen Ersatzneubau ersetzt werden. Die Arbeiten dafür sollten eigentlich schon im September 2016 beginnen. Sie verzögerten sich auch, weil vor dem Abriss nahezu alle Ver- und Entsorgungsunternehmen sowie zahlreiche Telekommunikationsanbieter ihre Leitung verlegen mussten.

Laut Senatsverkehrsverwaltung sind drei Bauphasen geplant, zunächst sollen die östlichen Brückenteile abgerissen und anschließend erneuert werden. Die Kosten werden mit 2,1 Millionen Euro beziffert, das Geld wird von der EU, dem Land Berlin sowie der BVG bereitgestellt. Über die Dauer der Bauarbeiten macht die Senatsverkehrsverwaltung keine Angaben. Alle notwendigen Verkehrseinschränkungen seien mit der Verkehrslenkung Berlin, dem Bezirk und der BVG abgestimmt, so die Behörde.

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