Urteil

Berliner rief 7000 Mal in einem Jahr die Polizei

Einen echten Notruf hat der Mann nie abgesetzt, nun muss er eine Strafe zahlen. Beamte beklagen schon länger den Missbrauch der 110.

Missbrauch kann teuer werden

Missbrauch kann teuer werden

Foto: Sophia Weimer / dpa

Ein Berliner hat im vergangenen Jahr 7000 Mal die 110 gewählt. Einen Notfall gab es allerdings nie. Dafür wurde er jetzt vor dem Amtsgericht zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Richterspruch fiel bereits am 27. März, wurde aber erst jetzt bekannt.

Bereits im vergangenen Jahr machte die Polizei mit der Kampagne #NoNotruf in den sozialen Netzwerken eine Woche lang auf die Vielzahl unbegründeter Anrufe unter der Notruf-Nummer 110 aufmerksam.

Die Polizei beklagt schon länger, dass viele Anrufer aus Spaß, Unwissenheit oder um zu ärgern die Notruf-Nummer wählen. Sie blockieren so kurzzeitig eine der Telefonleitungen und sorgen für Wartezeiten bei den echten Notfällen. Von im Schnitt rund 1,3 Millionen Notrufen im Jahr gibt es laut Polizei bei 300000 keinen Grund für einen Polizeieinsatz. Das sind durchschnittlich 820 überflüssige Anrufe pro Tag.

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