IGA Berlin 2017

U-Bahnhof Kienberg pünktlich zur IGA in Berlin fertig

Die Station empfange die Gartenfans jetzt "freundlich, hell und modern", teilten die Berliner Verkehrsbetriebe am Dienstag mit.

Blick auf den neuen U-Bahnhof "Kienberg - Gärten der Welt".

Blick auf den neuen U-Bahnhof "Kienberg - Gärten der Welt".

Foto: dpa

Berlin. Es passiert ja derzeit nicht allzu oft in Berlin, dass ein Bauprojekt termingerecht fertig wird. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben das beim U-Bahnhof Kienberg (Gärten der Welt) fast punktgenau geschafft. Zwei Tage vor der Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Marzahn ist am Dienstag der Umbau der Station abgeschlossen worden. Eine gute Nachricht auch für die IGA: Liegt doch der Bahnhof direkt gegenüber vom östlichen Zugang (Eingang Kienbergpark) zum Ausstellungsgelände, wo auch Berlins erste Kabinen-Seilbahn ihren Anfang nimmt.

„Der U-Bahnhof ist ein unglaublich würdiges Entree zur Gartenschau“, freute sich IGA-Chef Christoph Schmidt über das Ergebnis der 7,5 Millionen Euro teuren Bahnhofsmodernisierung. Die Gartenschau-Veranstalter hoffen darauf, dass wenigstens die Hälfte der ab Donnerstag auf dem IGA-Gelände erwarteten zwei Millionen Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist. Von denen wiederum sollen möglichst 90 Prozent die U-Bahn nutzen. Diese ist im Vergleich zu Bus und Tram nicht nur das leistungsfähigere, sondern auch das schnellere Verkehrsmittel. 27 Minuten beträgt die reguläre Fahrzeit der U5 vom Alexanderplatz bis zum U-Bahnhof Kienberg, selbst Besucher aus der City West benötigen mit S- und U-Bahn rund eine dreiviertel Stunde, um zum IGA-Gelände zu gelangen.

Zeit und Geld waren knapp - also baute die DDR oberirdisch

Die Station dort nennt sich zwar U-Bahnhof, liegt aber nicht im Untergrund. Zur Erschließung der Neubaugebiete am Rande der Stadt ließ die DDR-Führung Ende der 80er-Jahre die einstige Berliner U-Bahnstrecke E bis hinaus nach Hönow an den Stadtrand verlängern. Weil Zeit und Geld knapp waren, wurde die Strecke einfach oberirdisch gebaut (Eröffnung 1. Juli 1989). Auch die Stationen war eher Zweckbauten mit Wellblechdach und Bahnsteigen aus Fertigbeton. „Das Ganze hatte den Charme einer Fabrikhalle“, beschreibt BVG-Bauchef Uwe Kutscher den Zustand des Bahnhofs, der zunächst nach dem DDR-General Heinz Hoffmann benannt wurde und später dann den Namen „Neue Grottkauer Straße“ bekam.

Um den U-Bahnhof fit für die IGA zu machen, bekam die BVG vom Senat nicht nur grünes Licht für eine vorzeitige Modernisierung (die darf eigentlich erst nach 40 Jahren Nutzung erfolgen), sondern auch Fördermittel von der EU. Für das Geld gibt es nicht nur einen neuen Bodenbelag und eine schicke Dachverkleidung mit Metallpaneelen. Auch ein Aufzug und ein Blinden-Leitsystem wurde eingebaut. Die Hingucker dürften aber der mit Blumenmotiven und Glaswänden neu gestaltete Durchgang und das Wandmosaik (gleichfalls mit einem Blumenmotiv) am Eingang sein. Die BVG testet am Bahnhof zudem besser lesbare Anzeigetafeln. Bewähren sie sich, werden sie bei der U-Bahn schrittweise die alten Systeme ersetzen.

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