Besuch im Mai

Ex-US-Präsident Obama kommt zum Kirchentag nach Berlin

Den Ex-US-Präsident zieht es auch nach dem Ende seiner Amtszeit in die Hauptstadt. Ende Mai kommt er zum Evangelischen Kirchentag.

"Hello again!" Barack Obama soll zum Evangelischen Kirchentag nach Berlin kommen

"Hello again!" Barack Obama soll zum Evangelischen Kirchentag nach Berlin kommen

Foto: Michael Kappeler / dpa

Der frühere amerikanische Präsident Barack Obama kommt zum insgesamt vierten Mal nach Berlin. Er wird zum Auftakt des Deutschen Evangelischen Kirchentages am 25. Mai ab 11 Uhr mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor dem Brandenburger Tor an einer öffentlichen Gesprächsrunde teilnehmen. Das teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Mit Merkel und Obama würden zwei Menschen ins Gespräch kommen, die christliche Werte in der Politik bewusst gelebt hätten, sagte Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au. Die Podiumsdiskussion zum Thema „Engagiert Demokratie gestalten – Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen“ am Himmelfahrtstag wollen Aus der Au und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, moderieren.

Ratspräsident Bedford-Strohm hatte Obama noch während dessen Amtszeit, im Sommer 2016, eingeladen, am 36. Evangelischen Kirchentag 2017 teilzunehmen, der im Zeichen des 500. Jahrestages der Reformation steht. Erst nach der Amtsübergabe an Donald Trump und „unzähligen Telefonaten“ habe Obama zugesagt, sagte der bayerische Landesbischof. Kanzlerin Merkel sowie der ehemalige Außenminister und heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hätten geholfen, die Teilnahme Obamas zu ermöglichen.

Weitere Details zu der Veranstaltung nannten die Organisatoren noch nicht. Der genaue Ablauf und das Sicherheitskonzept müssten erst noch mit der Obama-Stiftung als Partner geklärt werden. Auch ob der ehemalige Staatschef mit seiner Frau Michelle anreisen wird, stünde noch nicht fest. Es sei aber geplant, die Diskussion am Brandenburger Tor für alle Interessierten zugänglich zu machen, sagte Kirchentagspräsidentin Aus der Au.

Der Berliner Senat äußerte sich positiv über den angekündigten Besuch. Zwar sei die Nachricht noch ganz frisch und daher bei der Senatssitzung am Dienstag nicht angesprochen worden. „Aber ich gehe davon aus, dass ein Besuch Obamas in unserer Stadt auch im Senat Anlass zu großer Freude ist“, sagte die stellvertretende Senatssprecherin Kathi Seefeld am Dienstag.

Obama wird am 25. Mai auch nach Baden-Baden reisen, wo er mit dem Deutschen Medienpreis geehrt werden soll. Das wurde ebenfalls am Dienstag vom Marktstatistik-Unternehmen Media Control mitgeteilt. Es vergibt die Auszeichnung. Für den Preisstifter Karlheinz Kögel verkörpert der 55-Jährige „wie kein anderer Politiker die Vision einer Welt, in der es Hoffnung gibt und Wandel zum Besseren möglich ist“. Die Jury aus Chefredakteuren und Medienverantwortlichen würdige Obama als „den herausragenden, weltweit anerkannten Repräsentanten der internationalen Politik des vergangenen Jahrzehnts“.

Zum Kirchentag vom 24. bis 28. Mai werden in Berlin 140.000, in Wittenberg 200.000 Menschen erwartet. Für die Predigt beim Festgottesdienst in der Lutherstadt hat die EKD den südafrikanischen Bischof Thabo Makgoba, Nachfolger von Desmond Tutu, gewonnen.

Obama war 2008 als Präsidentschaftskandidat sowie 2013 und 2016 als US-Präsident in Berlin.

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