Potsdam

Bundesweit erste privat finanzierte Fakultät an Uni

Potsdam. In der Landeshauptstadt Potsdam hat sich die erste privat finanzierte Fakultät einer öffentlichen Universität in Deutschland gegründet. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) am Campus Griebnitzsee, bisher als sogenanntes An-Institut der Universität Potsdam angegliedert, ist am 1. April zur neuen „Digital Engineering Fakultät“ geworden. Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD), Universitätspräsident Oliver Günther und HPI-Direktor Christoph Meinel stellten das ungewöhnliche und womöglich richtungsweisende Modell am Montag gemeinsam vor.

Die neue und sechste Fakultät wird von der Hasso-Plattner-Stiftung finanziert. „Gleichwohl unterliegt sie den öffentlich-rechtlichen Regularien“, betonte Günther. Er strahlte. „Sie sehen einen sehr glücklichen Präsidenten vor sich. Diese Fakultät ist eine in dieser Form einmalige öffentlich-private Partnerschaft, die Maßstäbe setzt.“ Dank des Engagements des Software-Milliardärs Plattner werde die neue Fakultät mehr als 20 Professuren haben. „Mit 40 IT-Professuren in Potsdam sind wir im europäischen Vergleich hervorragend aufgestellt“, so Günther. Wissenschaftsministerin Münch hob hervor: „Hasso Plattner stärkt und wertet die staatliche Universität damit auf.“

Offiziell wird die Fakultät am 10. April mit einem Festakt eröffnet. Ziel ist laut HPI-Direktor Meinel, die Weiterentwicklung des Hasso-Plattner-Instituts zu einem universitären Exzellenzcenter im Bereich des Digital Engineering. Im Zuge der Erweiterung sind neben dem Master in IT-Systems Engeneering vier neue Masterstudiengänge geplant: Digital Health, Smart Energy, CyberSecurity und Data Engineering. Das zuerst entstehende Department für Digital Health wird an der August-Bebel-Straße untergebracht. Bei diesem Studiengang geht es um den Einsatz digitaler Technologien und moderner Gesundheitssystem-Anwendungen. Er könnte im Herbst 2018 an den Start gehen, stellte Meinel in Aussicht.

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