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Verdi sieht Licht und Schatten bei Hochschulverträgen

Ein Mann vor dem roten Verdi-Logo mit einer Trillerpfeife im Mund.

Ein Mann vor dem roten Verdi-Logo mit einer Trillerpfeife im Mund.

Foto: dpa

Berlin. Die Gewerkschaft Verdi sieht Licht und Schatten bei den neuen Berliner Hochschulverträgen. Der geplante Zuwachs von jährlich 3,5 Prozent in den Hochschuletats bis 2022 sei grundsätzlich zu begrüßen, erklärte Verdi-Landesleiterin Susanne Stumpenhusen am Freitag. "Das ist keine geringe Steigerung, und die Hochschulen können das Geld auch gebrauchen." Positiv sei auch, dass Lehrbeauftragte höhere Mindestvergütungen erhalten sollen.

"Wir hätten uns aber gewünscht, dass die Politik diese Gelegenheit stärker nutzt, um die Hochschulen auf verbindliche Ziele insbesondere bei den Arbeitsbedingungen festzulegen", so Stumpenhusen. Zwar sollen künftig mindestens 35 Prozent der Hochschulbeschäftigten eine Dauerstelle erhalten - bisher sei aber noch völlig unklar, was passiert, wenn die Einrichtungen dieses Ziel nicht erreichen.

Aus einem moderaten Anwachsen von Dauerstellen werde noch lange keine "Gute Arbeit". "Dabei geht es um wesentlich mehr - von der Abhilfe bei Arbeitsverdichtung über unfreiwillige Teilzeit bis hin zu Wertschätzung."

Der Berliner Senat und die Rektoren hatten sich vor wenigen Tagen auf Eckpunkte neuer Finanzierungsverträge für die elf staatlichen Hochschulen verständigt. Damit haben alle Seiten Planungssicherheit bis 2022. Das jährliche Finanzvolumen steigt bis zum letzten Vertragsjahr 2022 um 221 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro.

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