Berlin

Tausende zu zwei Pro-Europa-Demos in Berlin erwartet

Tausende Anhänger der Idee eines geeinten Europas werden am Wochenende in Berlin auf die Straße gehen. Am Sonnabend, ab 11.45 Uhr laden verschiedene Vereine und Verbände zum „March for Europe“ vom Bebelplatz zum Brandenburger Tor ein. Tags darauf werden ab 14 Uhr erneut Tausende Demonstranten auf dem Gendarmenmarkt erwartet. Dazu aufgerufen hat die Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ (PoE). Der Anlass ist geschichtsträchtig: Am Sonnabend jährt sich der Abschluss der Römischen Verträge zum 60. Mal. Sie gelten als Grundstein für die heutige EU.

Das Interesse an den beiden Demonstrationen ist groß: „Wir rechnen beim ‚March for Europe‘ mit 3000 Teilnehmern“, sagte Anne Freidank von der Europa-Union Berlin. Der Verein hat die Aktion gemeinsam mit anderen pro-europäischen Organisationen geplant. Bei Facebook haben schon weit mehr als 2000 Menschen ihr Erscheinen zugesagt, 8000 sind zumindest interessiert, am Sonnabend zum Berliner Bebelplatz zu kommen.

Anlässlich des 60. Jahrestages der Römischen Verträge wolle man für ein geeintes und freies Europa und zugleich „gegen die Rückkehr zu Nationalismus, Abschottung und Konfrontation“ kämpfen, erklären die Veranstalter. Auch in Rom, der „Gründungsstadt“ des vereinten Europas, und anderen Städten in verschiedenen Ländern sind Demonstrationen von Europa-Freunden geplant.

Die PoE-Demonstration am Sonntag wird zum siebten Mal in Berlin veranstaltet. Das Ziel ist das gleiche wie beim „March for Europe“: Die Demonstranten wollen zeigen, dass den lauter gewordenen anti-europäischen Stimmen eine Mehrzahl EU-Begeisterter gegenübersteht. Innerhalb weniger Monate haben sich bereits rund 60 Städte in insgesamt acht Staaten der Initiative angeschlossen, darunter der EU-Hauptsitz Brüssel. Für Sonntag hoffen die Initiatoren in Berlin auf 5000 Teilnehmer. Am vergangenen Sonntag waren es bei Dauerregen 2000.

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.