Berlin

Premiere für Sönke Wortmanns Fernseh-Serie "Charité"

Sönke Wortmanns erste Fernseh-Serie „Charité“ feiert Premiere am historischen Ort - im Langenbeck-Virchow-Haus.

Filmpremiere Charite vl Emilia Schüle Sönke Wortmann Alicia von Rittberg

Filmpremiere Charite vl Emilia Schüle Sönke Wortmann Alicia von Rittberg

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Welcher Ort eignet sich besser für die Premiere einer Historienserie über die "Charité", Berlins berühmtestes Krankenhaus, als ein Teil der Charité selbst? Das Langenbeck-Virchow-Haus in Mitte wurde am Montagabend zum Lichtspielhaus. In Anwesenheit der Darsteller Alicia von Rittberg, Matthias Koe­berlin, Justus von Dohnányi und Emilia Schüle zeigte die ARD die ersten zwei Folgen. Regisseur Sönke Wortmann hat die sechsteilige Fernsehserie inszeniert.

Die 23-jährige Münchnerin Alicia von Rittberg spielt in der Serie eine ambitionierte Waise, die Medizinerin werden möchte. "Ich bin zum Glück nicht oft krank, deswegen muss ich auch selten zum Arzt", erzählt sie. Die Rolle, die sie in der Krankenhaus-Serie spielt, hat es ihr angetan. "Sie ist so mutig und schwimmt gegen den Strom, das liebe ich", sagt die Schauspielerin.

Im Spannungsfeld zwischen bahnbrechender medizinischer Forschung und enormen gesellschaftlichen Umwälzungen ist die Charité im Jahr 1888 auf dem Weg, das bekannteste Krankenhaus der Welt zu werden. Eine Stadt in der Stadt, mit eigenen Gesetzen und Regeln. Mehr als 1000 Studenten wurden im Universitäts-Krankenhaus von den renommiertesten Medizinern der Zeit ausgebildet: Rudolf Virchow, Robert Koch, Emil von Behring und Paul Ehrlich.

Es geht um geniale Ärzte, die zu Beginn des wilhelminischen Zeitalters jährlich bis zu 4000 Patienten versorgen und nicht nur mit Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder Diphtherie zu kämpfen haben, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen. Natürlich geht es auch um verführerische Frauen. Darunter Emilia Schüle, derzeit eine der gefragtesten Schauspielerinnen der neuen Generation. Sie spielt Hedwig Freiberg, eine Varieté-Künstlerin, die gleichzeitig Geliebte des Mediziners und Nobelpreisträgers Robert Koch ist.

Sie erscheint im schwarz-roten Lederminirock auf dem roten Teppich. Trotz des Minis friert sie hier nicht annähernd so wie bei den Dreharbeiten in Prag: "Beim Dreh waren es teilweise Minus 16 Grad, das war wahnsinnig kalt", erklärt sie. Selbst Ärztin zu werden, das war nie ihr Plan. "Meine Eltern sind beide Ärzte. Ich finde, man gibt so viel und bekommt als Mediziner dann sehr wenig zurück." Ab dem 21. März ist die Serie im Ersten zu sehen.

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