Berlin

AfD löst mit Tweet Welle der Empörung aus

Erneut hat eine Nachricht der Berliner AfD auf dem Nachrichtendienst Twitter Empörung ausgelöst. "Bis zur Bundestagswahl wird es keine Presse mehr geben, die schaden könnte", twitterte der offizielle Kanal der AfD. Der Tweet wurde zwar kurz darauf wieder gelöscht, kursierte aber weiter.

Am Sonnabend ruderte die Partei zurück. Die Formulierung sei missverständlich und "zugegeben etwas überspitzt", sagte Parteisprecher Roland Gläser. Keinesfalls sollte damit gemeint sein, dass die Medien abgeschafft oder verboten werden sollten. Vielmehr habe man damit ein vermeintliches Ungleichgewicht in der Berichterstattung über den Doppelmord in Herne und die Axt-Attacke in Düsseldorf kritisieren wollen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Nachrichten der AfD Empörung auslösen und von der Partei relativiert oder zurückgenommen werden. Politiker der Partei hatten unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Mitschuld am Terroranschlag vom Breitscheidplatz gegeben, zuletzt hatte die AfD behauptet, es gebe eine Reisewarnung für Schweden, was die Bundesregierung umgehend zurückgewiesen hatte.

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