Städtebauförderung

7,5 Millionen Euro für die Zukunft des Berliner Stadtgrüns

Das Geld soll für die Anlage und Sanierung öffentlicher Grünflächen sowie für die Verbesserung des Stadtklimas ausgegeben werden.

Bunt leuchten im Tiergarten die jungen Blätter der Bäume im Gegenlicht

Bunt leuchten im Tiergarten die jungen Blätter der Bäume im Gegenlicht

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Berlin freut sich über mehr Geld bei der Städtebauförderung – und insbesondere über ein neues Programm, das aufgelegt wurde: "Zukunft Stadtgrün". Dafür stehen nach Auskunft der Stadtentwicklungsverwaltung 2017 insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Verfügung, 2,5 Millionen vom Bund und fünf Millionen von Berlin. Das Geld soll insbesondere für die Anlage, Sanierung oder Vernetzung öffentlich zugänglicher Grünflächen sowie für die Verbesserung des Stadtklimas ausgegeben werden. Die Projekte können bis 2021 umgesetzt werden. Derzeit würden noch geeignete Maßnahmen gesammelt, erklärte eine Sprecherin.

"Berlin profitiert von der weiteren Aufstockung der Städtebauförderung. Damit kommt der Bund seiner Verantwortung für eine nachhaltige Stadtentwicklung in vorbildlicher Weise nach", lobte der Spandauer CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner. Er begrüßte vor allem das neue Programm "Zukunft Stadtgrün". Gerade weil in der wachsenden Stadt Berlin viele zusätzliche Wohnungen gebaut werden müssten, sei es wichtig, auch die grüne Infrastruktur zu verbessern, so Wegner.

Das sind Deutschlands grünste Großstädte

Programm "Aktive Zentren"

Im Rahmen des Programms "Aktive Zentren" soll auch die historische Verbindungsstraße zwischen dem Hardenbergplatz am Zoo und dem Ernst-Reuter-Platz, die verlängerte Hertzallee auf dem Campus der TU, saniert werden. Für den ersten Bauabschnitt wurde eine Million Euro akquiriert. 350.000 Euro steuert die TU bei. Abgeschlossen ist bereits die Umgestaltung des Alfred-Scholz-Platzes (ehemals Platz der Stadt Hof) in Neukölln und seiner Erweiterung zur Richardstraße hin. Clou des Platzes ist das demografische Mosaik. Acht Steinsorten des Pflasters symbolisieren acht Weltregionen und damit die 160 Länder der Erde, aus denen die Einwohner Neuköllns stammen.

Für den Umbau der alten Stadtteilbibliothek zum Beratungshaus für den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie den regionalen Sozialdienst an der Westerwaldstraße im Falkenhagener Feld (Spandau) kamen 2,35 Millionen Euro aus dem Etat für den "Stadtumbau West". Aus dem Programm "Soziale Stadt" wurde etwa mit 22.000 Euro Fördergeld ein Programm zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen finanziert. Im Quartiersmanagementgebiet Marzahn-Nordwest wurden in Turnhallen und einem Jugendhaus Winterspielplätze organisiert. Ein anderes Projekt der "Sozialen Stadt" ist der "Elternanker" in der Neuköllner Rollbergsiedlung: Ein von einer türkischstämmigen Frau an einer Grundschule gegründetes Elterncafé wurde zur Anlauf- und Beratungsstelle ausgebaut. Das Netzwerk im Kiez bekam insgesamt knapp 25.000 Euro Fördergeld, inzwischen wird es ehrenamtlich weitergeführt.

Mehr zum Thema:

Berlin bekommt mehr Geld für schönere Kieze

Berlin will auch 2018 und 2019 mehr Geld investieren

Senatorin Ramona Pop will Berlin zum Nettozahler machen

Senat prüft Bau neuer U-Bahnstrecken

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.